Händel: 19.500 Besucher waren da

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Text von: redaktion

Mit einer ausverkauften Vorstellung von Händels 'Agrippina' endeten am 25. Mai die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen 2015, die unter dem Motto 'Heldinnen!?' rund 19.500 Besucher aus aller Welt nach Göttingen und in die Region lockten.

Zwölf ereignisreiche Tage mit über 100 Veranstaltungen liegen hinter den Besuchern und Organisatoren des Festivals. „Die überschwängliche Resonanz auf die Festspieloper freut uns sehr“, erklärt Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Festspiele. „Ob in der Presse, in Gesprächen mit dem Publikum, in Mails, auf Facebook oder via Twitter – von überall her erreichen uns begeisterte Stimmen.“ Vor allem die Solisten und das FestspielOrchester Göttingen unter Laurence Cummings wurden bei der Oper „Agrippina“, dem Galakonzert und dem Oratorium „Theodora“ in der vollen Stadthalle mit enthusiastischem Applaus belohnt.

Die Nachfrage nach Karten war nicht nur im Vorfeld der Festspiele enorm. Auch an der Abendkasse griffen Kurzentschlossene noch reichlich zu. Zusammen mit dem Auftaktkonzert am 26. April wurden insgesamt circa 12.000 Karten verkauft. Spitzenauslastung gab es bei der Oper mit 96 Prozent. Auch die Regionalkonzerte sind mit 92 Prozent Auslastung ein absoluter Erfolgsfaktor.

„Nach über 10 Jahren sind die Festspiele aus der Region nicht mehr wegzudenken“, so Wolff. „Wir sind stolz, im Landkreis mit so hochkarätigen Veranstaltungen präsent zu sein.“ Darüber hinaus gab es noch zahlreiche weitere ausverkaufte Veranstaltungen wie z.B. das Oratorium „Theodora“ oder das Stummfilmkonzert „Nosferatu“ in Kooperation mit dem Göttinger Stummfilmfestival. Rund 4.500 Zuschauer verfolgten die Geschichte von Händels Agrippina, ob im Deutschen Theater, beim Public Viewing in der Lokhalle oder bei der Familienfassung in der Stadthalle, die Juri Tetzlaff in diesem Jahr wieder spritzig moderierte. Insgesamt liegt die durchschnittliche Auslastung in den 31 Spielstätten bei 75 Prozent. Grund hierfür ist eine relativ geringe Auslastung bei zwei Stadthallenkonzerten und einigen Kammerkonzerten in Göttingen. Zu den traumhaften Spielstätten in der Region kam mit der Münsterkirche in Einbeck in diesem Jahr ein weiteres architektonisches Highlight hinzu.

Circa 50 Medienvertreter für Print, Rundfunk und TV-Medien aus dem In- und Ausland, darunter Journalisten aus Großbritannien, den USA, Australien und Tschechien hatten sich akkreditiert. Neben vielen Dritten Programmen der ARD im Hörfunk, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Financial Times, Deutschlandradio Kultur/Deutschlandfunk berichten auch Fachmagazine wie Classical-music, Early Music Today, Opera Now, Opera Magazine oder Opernwelt über die Festspiele. Erstmalig wurde auf ARTE Concert ein Live-Stream des Galakonzerts angeboten. NDR Kultur übertrug nicht nur die Premiere der Oper live im Hörfunk, sondern hat auch viele Konzerte mitgeschnitten und wird sie in der nächsten Zeit in unterschiedlichen Formaten ausstrahlen.

Die nächsten Internationalen Händel-Festspiele Göttingen finden vom 5. bis 16. Mai 2016 statt.