H2O im Check

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Viele Deutsche greifen zur Flasche. Zur Wasserflasche – dabei ist Wasser aus der Leitung in Südniedersachsen eine gesunde und preisgünstige Alternative.

Eine repräsentative Umfrage der Stiftung Warentest hat ergeben, dass 67 Prozent der Konsumenten denken, gekauftes Wasser sei die gesündere Alternative, da es doch mehr Mineralien, vor allem Natrium, Kalium und Magnesium enthalte. Denn schließlich steckt schon im Wort Mineralwasser der Hinweis auf jede Menge Mineralien, oder?

In Tests hat sich allerdings gezeigt, dass die wenigsten von ihnen einen höheren Gehalt dieser Stoffe vorweisen und in ihrer Zusammensetzung dem Trinkwasser in der Region sehr ähnlich sind. Doch statt an dieser Tatsache zu verzweifeln, nutzen viele Anbieter von Mineralwasser geschickte Kommunikation zur Vermarktung ihrer Produkte. Und schnell wird aus einem einfachen Wasser ein ,Highlight‘-Produkt: ‚Geeignet für natriumarme Ernährung‘ und ‚geeignet für die Zubereitung von Babynahrung‘ – das macht schon eher etwas her. Im aktuellen Test von Stiftung Warentest konnten nur zwei der 20 Mineralwässer einen sehr hohen Mineralstoffgehalt (mehr als 2.500 Milligramm je Liter) erreichen. Das macht deutlich: Ein Blick auf Etiketten lohnt in jedem Fall – hier ist die individuelle Zusammensetzung erkennbar.

Zumindest für die Menschen im Göttinger Raum ist das Trinkwasser aus der Leitung eine echte Alternative.


„Unser Trinkwasser hat eine derart hohe Qualität, dass außer der Mischung keine weiteren Aufbereitungsschritte notwendig sind“, sagt sich Frank Wiegelmann, Vorstand der Stadtwerke Göttingen AG.


Das Göttinger Trinkwasser, das zu 80 Prozent aus dem Wasser der Harzer Sösetalsperre und zu 20 Prozent aus regionaler Eigenförderung durch die Wassergewinnungsanlagen Weendespring, Stegemühle und Springmühle besteht, ist bundesweit top. In einem Test der Zeitschrift ÖKO-TEST im Jahr 2014 belegte das Trinkwasser der Stadtwerke Göttingen den ersten Platz. Mineralien sind in nahezu gleicher Menge vorhanden wie in handelsüblichen Mineralwässern: Harzer Grauhof weist beispielsweise zehn Milligramm Magnesium pro Liter auf, das Göttinger Trinkwasser neun. Mit einem Brutto-Preis von 1,86 Euro für einen Kubikmeter Trinkwasser (1.000 Liter) ist es zudem unschlagbar im Preis- Leistungsverhältnis.

Am Ende steht eines fest: Trinkwasser aus dem Hahn ist eine echte Alternative – zumindest in der Region Göttingen! Es läuft eigentlich nur auf die Geschmacksfrage hinaus. Und natürlich: mit Sprudel oder ohne? Aber wenn es nur das ist – schon mal an einen Wassersprudler für zu Hause gedacht?[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

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