H2O im Check

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Viele Deutsche greifen zur Flasche. Zur Wasserflasche – dabei ist Wasser aus der Leitung in Südniedersachsen eine gesunde und preisgünstige Alternative.

Mineralwasser gehört zu den beliebtesten Getränken der Deutschen: Rund 144 Liter hat jeder von uns im vergangenen Jahr getrunken. Damit reichte der Verbrauch von gekauftem Wasser in der Flasche zwar nicht an den Kaffeekonsum von 162 Litern heran, konnte aber unser angebliches National getränk Bier mit 107 Litern abhängen.

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Große und bekannte Marken wie Gerolsteiner, Volvic und Evian liegen in der Gunst der Konsumenten auf den vorderen Plätzen.


Dabei stünde nahezu jedem Bundesbürger eine Alternative aus der eigenen Region zur Verfügung: Der Verband Deutscher Mineralbrunnen spricht von etwa 500, die Stiftung Warentest von 820 in Deutschland erhältlichen Mineralwassern.

Auch in Südniedersachsen gibt es reichlich Auswahl. Über den Brunnenfinder auf mineralwasser.com lassen sich im Umkreis von 60 Kilometern rund um Göttingen neun und in einem Radius von 100 Kilometern 18 Brunnen finden. Darunter auch Harzer Grauhof Brunnen. „Unser Hauptliefergebiet ist Niedersachsen. Wir vertreiben unsere Produkte aber auch bis an die Nord- und Ostseeküste sowie bis an die holländische Grenze“, sagt Vertriebsleiter Bernhard Wedemeyer und bestätigt damit exemplarisch die relative Regionalitätstheorie. Denn nicht selten beschränken regionale Marken ihr Liefergebiet, um wirtschaftlich arbeiten zu können – und das bedeutet bei kurzen Transportwegen kleinere CO2-Fußabdrücke als durch die bundes-, manchmal europaweiten Vertriebswege der großen Marken. Hier sind regionale Anbieter schon mal die umweltfreundliche Wahl.

Bleibt noch die Frage der richtigen Verpackung. Laut Stiftung Warentest können Mehrwegflaschen aus PET immerhin bis zu 25 Mal, Glasflaschen bis zu 50 Mal wieder befüllt werden. Ab einem Transportweg über 200 Kilometern sind die leichteren PET-Mehrwegflaschen ökologisch allerdings weniger belastend. Einwegflaschen halten gar nicht mit: Ihre Herstellung kostet mehr als die Wiederbefüllung.


Aus ökologischer Sicht kann es also nur einen Sieger geben: Wasser aus dem Hahn.


Beim Transport durch das Leitungssystem entsteht gar kein CO2, und auch das Flaschen- oder Kistenschleppen entfällt. Doch warum greifen trotz dieser Alternative so viele Deutsche zum Mineralwasser?

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