Gute Noten für Grundschulen der Südstadt

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Text von: redaktion

Geht Ihr Kind gerne zur Schule? Wie gut ist der Mathematikunterricht? Und wie steht es um den Einsatz moderner Lehrmittel? In einem Projekt der PFH Private Hochschule Göttingen haben vier Management-Studierende die Stärken und Schwächen von vier Grundschulen des Göttinger Südens analysiert.

Insgesamt 1.000 Eltern und Lehrer der Adolf-Reichwein-Schule, der Herman-Nohl-Schule, der Wilhelm-Busch-Schule und der Lohbergschule wurden befragt. Die Ergebnisse stellten die Studierenden am 9. Februar 2011 vor. Die Ergebnispräsentation verfolgten neben den Schulleitern auch rund 40 Lehrer und Eltern.

Für ihre Analyse hatten die vier Management-Studierenden des dritten Semesters – Niklas Herting, Claudia Kurreck, Michael Söhnlein und Sebastian Thews – unter anderem nach dem allgemeinen Schulleben, Methoden und Leistungsstandards im Unterricht sowie der Ausstattung der Schule gefragt.

Die Beteiligung der befragten Eltern und Lehrer war hoch: Knapp 58 Prozent sandten den Fragebogen zurück. Projektleiter an der PFH war Professor Dr. Hubert Schüle (Wirtschaftsinformatik), Ansprechpartnerin auf Seiten der Schulen war Bärbel Pasternak, Leiterin der Adolf-Reichwein-Schule.

Die Studenten stellten zunächst Durchschnittswerte für alle vier Grundschulen vor. Dabei erzielten die Schulen in der großen Mehrzahl der Fragen gute bis sehr gute Bewertungen.

  • Die Kinder gehen gern zur Schule, fühlen sich dort sicher und werden in allen wichtigen Schulfächern gut unterrichtet
  • Der Umfang der Hausaufgaben ist laut der Aussagen von Eltern und Lehrern angemessen und gut zu bewältigen
  • Eltern und Lehrer sehen nur wenig Anzeichen von Mobbing in den Klassen; die Regeln des Miteinanders würden eingehalten
  • Die Durchschnittsnote „Befriedigend“ erteilten die Eltern in Fragen, die den Informationsfluss über Leistungen und Verbesserungspotenziale des Kindes zwischen Schule und Eltern betreffen – die Lehrer empfinden diesen Austausch durchschnittlich als „gut“
  • Andererseits sehen die Eltern sehr gute Möglichkeiten, sich in der Schule zu beteiligen.
  • In einigen Fragen zur Ausstattung der Schule vergaben Eltern und Lehrer nur die Note „Befriedigend“, etwa bei der technischen Ausstattung oder dem Einsatz moderner Lehrmittel.

Im Anschluss an die Präsentation der allgemeinen Ergebnisse erfuhren Lehrer und Eltern in Gruppen die spezifischen Resultate ihrer jeweiligen Schule.

Auf einen direkten Vergleich der Grundschulen wurde bewusst verzichtet, vielmehr wollten die PFH-Studierenden mit ihrem Projekt konkrete Hinweise zur Verbesserung geben.

„Der professionelle Ablauf des Evaluationsprojektes hat mich sehr beeindruckt“, sagte Silvia Draschoff-Schmelzer, Leiterin der Wilhelm-Busch-Schule, am Rande der Präsentation.

„Die unabhängige Befragung der Studenten schafft für die Eltern unserer Schüler eine hohe Transparenz. Die Ergebnisse werden wir im Schulelternrat und im Schulvorstand aufgreifen. Auch wenn die Analyse positiv ausfällt, bietet sie doch einige Ansatzpunkte für Verbesserungen an unserer Schule“, so Draschoff-Schmelzer weiter.