Graduiertenkolleg für Statistikexperten

Text von: redaktion

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ab dem 1. Oktober ein neues Graduiertenkolleg zur Betreuung von Doktoranden, die sich mit “Skalenproblemen in der Statistik“beschäftigen. Die DFG unterstützt das Kolleg am Zentrum für Statistik zunächst für viereinhalb Jahre mit insgesamt knapp 4,5 Millionen Euro.

Daran beteiligt sind, neben der Fakultät für Mathematik und Informatik, die Fakultät für Agrarwissenschaften, die Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die Universitätsmedizin Göttingen und das Courant Forschungszentrum „Armut, Ungleichheit und Wachstum in Entwicklungsländern“, das im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichtet wurde.

Statistische Modelle besitzen ihre Gültigkeit nur hinsichtlich einer bestimmten Skala. Ziel des Graduiertenkollegs ist, für Fragestellungen aus den Gebieten der Ökologie, der Wirtschaft und der Genetik geeignete Skalen zu identifizieren und skalenabhängige und -verbindende Modelle zu entwickeln.

Einen Leitfaden des Graduiertenkollegs bildet die Verknüpfung von Mathematik und praktischer Anwendung, die sowohl in den Projektthemen als auch in den neuen Ansätzen der Nachwuchsförderung deutlich wird. In allen 13 Teilprojekten werden die Doktoranden in interdisziplinären Forschungsseminaren jeweils von einem Team aus Theoretikern und Anwendern betreut.

In einem der Teilprojekte beschäftigen sich die Forscher beispielsweise mit der optimalen Aufteilung natürlicher Ressourcen, um bei begrenzten Mitteln die natürliche Vielfalt bestmöglich zu erhalten. In einem werden so genannte hierarchische Netzwerke analysiert und modelliert. Darunter fallen Epidemien wie beispielsweise Schweinegrippe. Sie unterliegen zwei miteinander verzahnten Dynamiken: der räumlich langsamen Verbreitung zwischen eng nebeneinander lebenden Menschen und der über große Distanzen raschen Ausbreitung insbesondere durch Flüge.