Göttinger Wissenschaftler erforschen Serien

Text von: redaktion

In der Forschergruppe mit dem Titel “Ästhetik und Praxis populärer Serialität“ untersuchen 15 Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen Fernsehserien, Heftromane und Comics. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt mit 1,85 Millionen Euro.

Von Interesse für die Wissenschaftler der Forschergruppe ist, wie sich die starke Verbreitung und Popularität von Serien seit dem 19. Jahrhundert erklären lässt und welche neuen Erzählformate durch die Serialisierung geschaffen wurden.

Sie wollen unter anderem untersuchen, wie Serien die Wahrnehmung sozialer Realität beeinflussen, wie Serienerzählungen das Alltagsleben strukturieren und welche Wandlungen Serienhelden wie Tarzan oder Superman durchlaufen, wenn sie in andere Medien wie den Rundfunk oder das Kino übertragen werden.

Im Anschluss an ihre Forschungen wollen sie Aufschluss geben über die Rolle der seriellen Populärkultur in der Entwicklung moderner Medien und moderner Erzählformate insgesamt.

Neben der Universität Göttingen sind die Leibniz-Universität Hannover, die Eberhard-Karls-Universität Tübingen und die Universität Karlsruhe beteiligt. Die beteiligten Wissenschaftler stammen aus den Fächern Amerikanistik, Germanistik, Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie, empirische Kulturwissenschaft und den Medienwissenschaften.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt zunächst drei Jahre lang mit insgesamt 1,85 Millionen Euro. Unter den neun jetzt neu bewilligten Forschergruppen ist die Göttinger Gruppe als einzige in den Geisteswissenschaften angesiedelt. Die Universität Göttingen war außerdem als einzige niedersächsische Hochschule mit einem solchen Verbundprojekt erfolgreich.