Göttinger Neuroonkologisches Symposium 2010

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Text von: redaktion

Was tun, wenn Krebs ins Gehirn wandert? Am 16. Januar 2010 beschäftigen sich Krebs-Experten der interdisziplinären Krebszentren Dresden, Düsseldorf, Ulm und Göttingen mit dem Thema Behandlungsmöglichkeiten bei zerebraler Metastasierung.

Die „zerebrale Metastasierung“ ist eine sehr ernste Komplikation vieler Krebserkrankungen. Insbesondere Patienten mit Brustkrebs oder Lungenkrebs haben ein Risiko daran zu erkranken.

Selbst moderne Medikamente können das Gehirn nicht vor dem Eindringen von Krebs-Tochterzellen schützen. Krebs-Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, trotzen offenbar modernsten Therapien.

Deshalb müssen sich Mediziner zunehmend mit der Frage auseinandersetzen, wie sie einer solchen „zerebralen Metastasierung“ und anderen Spätkomplikationen begegnen.

Auf dem Programm des „Göttinger Neuroonkologischen Symposiums“ stehen Vorträge zur Grundlagenforschung, zur Diagnostik und (interdisziplinären) Behandlung.

Es referieren Krebs-Experten aus interdisziplinären Krebszentren (sog. Comprehensive Cancer Center (CCC)) in Dresden, Düsseldorf und Ulm sowie aus Göttingen.

Veranstalter ist das Universitäts-Krebszentrum Göttingen (G-CCC), das die klinischen und wissenschaftlichen Aktivitäten in der Onkologie an der Universitätsmedizin Göttingen bündelt.

„Wenn zerebrale Metatasen gehäuft auftreten, stellen sie uns vor schwierige Entscheidungen. Diese wollen wir in gemeinsamen Tumorboards des CCC diskutieren“, sagt Lorenz Trümper, Direktor des G-CCC.

„Der Expertenaustausch während des Symposiums wird uns helfen, eigene Empfehlungen zur Behandlung von Patienten mit zerebraler Metastasierung zu formulieren.“

Eingebunden in die Diskussion sind deshalb die Abteilungen Neurologie, Neurochirurgie, Neuropathologie, Neuroradiologie, Hämatologie und Onkologie sowie Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Göttingen.