Göttinger Medizinerin erhält Junior-Forschungspreis

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Text von: redaktion

Ingrid Muth, Assistenzärztin in der Abteilung Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), hat für ihre Grundlagenforschung zur so genannten sporadischen Einschlusskörpermyositis den Junior-Preis 2010 der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) erhalten.

In der preisgekürten Arbeit weist Muth nach, dass bereits im frühen Stadium der Erkrankung bestimmte Zellstress-Moleküle im Skelettmuskel hochreguliert sind. Auch ein Zusammenhang zwischen diesem Phänomen und den typischen Anzeichen der Erkrankung, wie Entzündung und Verfall des Muskelgewebes, wird durch ihre Forschung belegt.

Die Arbeit bietet neue Ansatzpunkte für zukünftige Diagnose- und Behandlungsstrategien. Die Forschungsergebnisse wertete die Jury als wichtigen Beitrag, um die Entstehung dieser Erkrankung besser zu verstehen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der 54. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN) in Halle an der Saale statt. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde von der Firma Temmler Pharma gestiftet.

Ingrid Muth, 1984 in Duderstadt geboren, hat in Göttingen Humanmedizin studiert und ihr Studium im Sommer dieses Jahres erfolgreich abgeschlossen. Bereits seit Juni 2006 ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe Muskelimmunbiologie von Privatdozent Jens Schmidt in der Abteilung Neurologie der UMG.

Hier befasste sie sich im Rahmen ihrer Doktorarbeit mit Grundlagenforschung zur Muskelerkrankung sIBM. Teile ihrer Forschungsarbeiten stellte sie bereits auf Kongressen der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) 2007 und 2008 sowie der World Muscle Society (WMS) 2008 in Newcastle upon Tyne (Großbritannien) vor.