Göttinger Laser unterstützt Klimaforschung

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Text von: redaktion

Für die Umweltforschungsstation auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, hat die Coherent GmbH Göttingen einen Excimerlaser geliefert. Der Laser ist elementarer Bestandteil des neuen LIDAR-Systems, das einen bedeutenden Beitrag zur Klimaforschung liefern wird.

Der Klimawandel ist von komplexen Abläufen in unterschiedlichen Luftschichten abhängig, die es genau zu kennen gilt, will man Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen.

Eine Methode ist die Untersuchung der Luftschichten mittels Laserstrahl.

Dieses, ähnlich wir ein RADAR arbeitende, LIDAR-System (LIDAR = Light Detection and Ranging) kann Spurengase sowie Temperaturen in sehr großen Höhen präzise detektieren und somit eine Art Fingerabdruck einer Luftschicht liefern.

Für ein neuartiges LIDAR-System des Karlsruher Institutes für Technologie (Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Atmosphärische Umweltforschung, IMK-IFU) auf der Zugspitze fiel die Wahl auf einen eigentlich für die industrielle Fertigung entwickelten Excimerlaser der Firma Coherent GmbH Göttingen.

Dieser robuste und langlebige Lasertyp, der vorwiegend im asiatischen Raum für die Produktion von Flachbildschirmen eingesetzt wird, kann über Tage hinweg und ohne größere Unterbrechung betrieben werden.

Da ein LKW- oder Seilbahntransport zum Standort nicht möglich war, wurde der Laser auf einen Spezialzug der Zugspitzbahn verladen und vor dem Skibetrieb auf den Berg gefahren.

Ziel war der inzwischen für den Personenverkehr aufgegebene mit 2650 Meter ü.NN. höchste Bahnhof Deutschlands im früheren Hotel Schneefernerhaus.

Dieses Gebäude ist zu einer Umweltforschungsstation ausgebaut und wurde 1998 als Beitrag zum weltweiten Meßnetz des „Global Atmosphere Watch“-Programms (GAW) der WMO eröffnet.

Um Störungen der Messungen durch die erdnahe Feuchte und lokale Einflüsse zu vermeiden, muss ein derartiges LIDAR-System in großer Höhe installiert werden.