Göttinger Land ist wieder Leader-Region

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Text von: redaktion

Das Göttinger Land ist erneut als eine der 41 Leader-Regionen ausgewählt worden. So werden der Region in den nächsten sieben Jahren 2,7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die ländliche Situation zu verbessern.

Der ländliche Raum im Landkreis Göttingen ist erneut als LEADER-Region ausgewählt worden und erhält in den nächsten sieben Jahren EU-Mittel in Höhe von 2,8 Millionen Euro für dörfliche Entwicklungsprojekte. Das gab Minister Christian Meyer am 23. April in einer Pressekonferenz in Hannover bekannt. Niedersachsenweit wurden 41 LEADER-Regionen aus einem Bewerberkreis von 53 Regionen ausgewählt.

Grundlage der Auswahl des Göttinger Landes und der zukünftigen Förderung in der Region ist das LEADER-Entwicklungskonzept „Dörfer gemeinsam zukunftsfähig entwickeln“, das von zahlreichen Akteuren in einem intensiven Prozess, erarbeitet wurde. Von April bis Dezember 2014 hatten Vertreter aus den Dörfern, von Verbänden, aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in acht Arbeitskreisen zunächst Stärken und Schwächen der Region analysiert und Handlungsfelder und Maßnahmen beschrieben, mit denen die Zukunft der Dörfer gesichert und insbesondere der demografische Wandel gestaltet werden kann. Im Januar musste das Konzept in Hannover eingereicht werden.

Mit der LEADER-Förderung will die Europäische Union kreative Ansätze regionaler Akteure zur Verbesserung der Situation in den ländlichen Räumen unterstützen. Es sind bisher die einzigen EU-Fördermittel, über deren Verwendung im „Bottom-up-Prinzip“ vor Ort entschieden wird. Die Europäische Union hat diesen Ansatz zur neuen Förderperiode deutlich gestärkt und erstmals auch in den anderen Europäischen Fonds möglich gemacht.

Das „Göttinger Land“ ist seit 2002 LEADER-Region und hat in den vergangenen zwei Förderphasen ca. 4 Millionen Euro EU-Mittel erhalten, mit denen zahlreiche Projekte, beispielsweise die Bioenergiedörfer, touristische Angebote wie den Pilgerweg Loccum-Volkenroda oder das Brotmuseum aber auch dörfliche Vorhaben wie die Gestaltung generationengerechter Dorfplätze, finanziert worden sind. Die Entscheidung darüber, welche Projekte gefördert werden, trifft die sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG) mit ca. 50 Akteuren aus dem Landkreis Göttingen. Unterstützt wird die Lokale Aktionsgruppe vom LEADER-Regionalmanagement, das einen wesentlichen Baustein der LEADER-Förderung darstellt und neben der Beratung über Fördermöglichkeiten auch Netzwerke wie die Dorfladeninitiative Göttinger Land initiiert und begleitet.

Die Erste Kreisrätin und LAG-Vorsitzende Christel Wemheuer zeigte sich hocherfreut über die Auswahl: „Die LEADER-Förderung ist zu einem festen Bestandteil unserer ländlichen Entwicklungsprojekte geworden. Die erneute Auswahl eröffnet uns nun auch für die nächsten sieben Jahre die Umsetzung von Strategien zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen in unseren Dörfern“. Das Themenspektrum ist sehr vielfältig und umfasst die Handlungsfelder Siedlungs- entwicklung, Soziale Infrastruktur, Klima und Energie, Kultur, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Landschaft, Naturschutz, Mobilität und Wirtschaft. Leitbild und Zielsetzung für alle Bereiche ist die Stärkung der Zukunftsfähigkeit der Dörfer, die mit Bevölkerungsrückgang und Infrastrukturverlusten umgehen müssen. Bei der Erarbeitung der Strategie hat es im Göttinger Land einen besonders intensiven Beteiligungsprozess gegeben. Für Regionalmanager Dr. Hartmut Berndt ist dies der Schlüssel zum Erfolg: „Nur über die intensive Beteiligung können die wirklichen Bedürfnisse der Menschen in den Dörfern erkannt und bedarfsgerechte Lösungsansätze entwickelt werden.“ Er dankte den zahlreichen Beteiligten, die sich bei der Erarbeitung des Entwicklungskonzeptes mit großem Engagement eingebracht haben. „Nun geht es darum, die EU-Mittel effektiv und zielgerichtet zum Wohl der Dörfer einzusetzen“, so Berndt.

Weitere Informationen erhalten Sie beim LEADER-Regionalmanagement unter 0551 525-422 oder 0175 664 63 27