Göttinger Forscherteam veröffentlicht Gehirn-Atlas

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Text von: redaktion

Der “Allen Brain Atlas“ - eine molekulare Karte des Gehirns. Internationales Forscherteam vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen veröffentlicht dreidimensionalen Atlas der Genexpression im Maus-Gehirn.

Welche Gene braucht unser Gehirn? Welche Hirngebiete benutzen welche Gene? Für Mäuse liegt jetzt erstmalig ein umfassender Atlas der räumlichen Expression von Genen im Gehirn vor. Er zeigt, welche genetische Information wo abgelesen wird. Der „Allen Brain Atlas“ (ABA) ist das Ergebnis eines umfangreichen Forschungsprojektes, dessen Vorarbeiten bereits in den 1990er-Jahren angestoßen wurden. Er wird von Fachleuten als ähnlich wichtig angesehen wie die Entschlüsselung des menschlichen Genoms. Der „ABA“ ist weltweit über das Internet zugänglich und umfasst nicht nur ca. 20.000 Expressionsmuster, sondern zeigt diese Information auf aneinander gereihten Schnitten durch das Gehirn und

erschließt damit selbst kleine Teilbereiche dieses wichtigen Organs. Der Atlas wurde nach dem Microsoft-Mitbegründer Paul Allen benannt, dessen Interesse und Großzügigkeit die Realisation des Projekts in Amerika ermöglicht hat. Die zugrunde liegende Technologie wurde von Prof. Gregor Eichele (Foto) und seinem Team in der Max-Planck-Gesellschaft entwickelt. Diese Gruppe hat auch die ersten grundlegenden Ergebnisse für den Atlas produziert (Nature, Advanced Online Publication, 6. Dezember 2006).