Göttinger erhält renommierten Ewald Prize

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Text von: redaktion

Für seine Verdienste um die Aufklärung von Kristallstrukturen wird der Chemiker George M. Sheldrick vom Institut für Anorganische Chemie der Universität Göttingen mit dem Ewald Prize der International Union of Crystallography ausgezeichnet.

Mit Professor Sheldrick wird das erste Mal ein in Deutschland tätiger Wissenschaftler geehrt. Er erhält die Auszeichnung gemeinsam mit Eleanor Dodson von der University of York in England und Carmelo Giacovazzo von der italienischen Universität Bari.

Die Verleihung des Preises findet am Montag, 22. August 2011, im Rahmen des International Congress of Crystallography in Madrid statt.

Der Brite George M. Sheldrick, Jahrgang 1942, hat seit 1978 an der Fakultät für Chemie der Universität Göttingen den Lehrstuhl für Strukturchemie inne.

Durch die Entwicklung der Software SHELX zur computergestützten Strukturanalyse von Kristallen erwarb er internationales Ansehen. Die erste Version der Software schrieb er in den 1960er Jahren.

Heute umfasst das Programm diverse Anwendungen, die Unterstützung für verschiedenste wissenschaftliche Fragestellungen bieten und die Aufklärung der Struktur auch sehr großer Moleküle ermöglichen.

Der Ewald Prize der International Union of Crystallography, der mit insgesamt 30.000 US-Dollar dotiert ist, wird seit 1987 alle drei Jahre vergeben. Sein Namensgeber, Paul Peter Ewald, gilt als einer der Begründer der modernen Kristallographie.