Göttinger Elch für Helge Schneider

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Text von: redaktion

Der Musiker, Schriftsteller, Filmemacher und Entertainer Helge Schneider erhält 2009 den Satirepreis “Göttinger Elch“ für sein Lebenswerk. Die feierliche Verleihung mit den “Biermösl Blosn“ als Preisträgern des letzten Jahres findet am Sonnabend, 5. Dezember 2009, im Deutschen Theater Göttingen statt.

Die Auszeichnung ist mit 3.333 Euro, einer silbernen Elchbrosche und 99 Dosen „Original Göttinger Elch-Rahmsüppchen“ dotiert.

Geehrt wird mit Helge Schneider ein „Ausnahmetalent und Multikünstler“, wie es in der Begründung der Jury heißt, der „mit seiner Verbindung von exzellenter Musik und kauzigem Entertainment“ die Welt der komischen Künste bereichert und ihnen ganz neue Ausdrucksformen geschenkt habe.

Der 1955 in Mülheim an der Ruhr geborene Helge Schneider wollte schon im Vorschulalter Musiker und Clown werden. Er spielte bereits als 13-Jähriger in einer Rockband und ging seit seinem 17. Lebensjahr als Jazzpianist, Saxophonspieler und Sänger mit wechselnden Musikgruppen auf Tournee und ins Plattenstudio.

Seit 1977 arbeitet er endgültig als Berufsmusiker und Entertainer und machte die aus dem Jazz entwickelte Improvisationskunst zu seinem ureigenen Stil, der virtuoses Musizieren mit komischen Texten verbindet.

Der Satirepreis „Göttinger Elch“ wurde 1997 erstmals vergeben und wird seit 1999 jährlich verliehen. Der Preis soll den guten Ruf der komischen Künste festigen und das Ansehen der in Wort, Bild und Ton tätigen Satiriker im deutschen Sprachraum mehren.

Er hat seine Heimat nicht zufällig in Göttingen: Die Stadt pflegt eine besondere Tradition in Sachen Satire, die im Jahrhundert der Aufklärung mit dem genialen Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799) begann und bis in die jüngste Vergangenheit von den Wahl-Göttingern Robert Gernhardt und F.W. Bernstein fortgeführt wurde. Einem sprichwörtlich gewordenen Zweizeiler Bernsteins ist der Name des Satirepreises entlehnt: „Die schärfsten Kritiker der Elche / waren früher selber welche.“

Der Vorverkauf für die feierliche Preisverleihung beginnt am 2. November 2009. Karten sind ausschließlich an der Kasse des Deutschen Theaters, Tel. 0551 496911, erhältlich.