Göttinger Direktor in Washington

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Text von: redaktion

Der Göttinger Wissenschaftler Hartmut Berghoff wird im April 2008 die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Washington übernehmen.

Aufgabe des DHI ist die Erforschung der historischen, ökonomischen, politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen im transatlantischen Kontext. Daneben vergibt es Stipendien und fördert den akademischen Austausch zwischen Deutschland und den USA. Als Einrichtung der deutschen Forschungs- und Kulturpolitik wird das DHI vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und ist Teil der Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA), die weltweit neun Institute unterhält. Hartmut Berghoff ist Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität.

Berghoff wurde nach Stationen an der Universität Tübingen, der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung Koblenz und der Humboldt-Universität zu Berlin im Jahr 2001 an die Universität Göttingen berufen. Zu den Arbeitsschwerpunkten des Wissenschaftlers gehören die Unternehmens- und Konsumgeschichte seit dem 19. Jahrhundert. Zuletzt hat er Publikationen zur Marketinggeschichte und zu unternehmerischen Netzwerken herausgegeben. Für seine Forschungsarbeiten wurde er mit dem ABB-Wissenschaftspreis und dem Alfred-Chandler-Preis der Harvard Business School ausgezeichnet.