Göttinger Alzheimer-Forscher erhält “Copper Award“

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Text von: redaktion

Thomas Bayer, Professor für Molekulare Psychiatrie in der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen, hat den “Copper Award 2010“ von der International Copper Association, dem weltweiten Kupferverband mit Sitz in New York, erhalten.

Er teilt sich den Preis mit seinem Forscherkollegen Gerd Multhaup, Professor für Biochemie an der Freien Universität Berlin. Die beiden Wissenschaftler werden für ihr Lebenswerk zum Thema „Kupfer und Alzheimer“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und geht zu gleichen Teilen an beide. Verliehen wurde die Auszeichnung im Rahmen des „HochschulKupferSymposiums“ des Deutschen Kupferinstituts am 10. November 2010 in Saarbrücken.

Thomas Bayer und Gerd Multhaup erforschen bereits seit fast 20 Jahren die Bedeutung von Kupfer bei der Alzheimer-Krankheit. Kupfer ist als essentielles Spurenelement in allen Nahrungsmitteln vorhanden, so besonders in allen Fleisch- und Getreideprodukten. Für den menschlichen Körper ist das Spurenelement Kupfer lebensnotwendig.

Bei ihren Forschungen sind die beiden Wissenschaftler auf das Schlüsselmolekül Amyloidvorläuferprotein gestoßen. Dieses spielt für die Ausprägung von Alzheimer eine herausragende Rolle: Aus dem Protein entsteht krankmachendes Amyloid, außerdem bindet es Kupfer und transportiert es auf seinem Weg durch die Zelle. Anhand zahlreicher Experimente konnten Prof. Bayer und Prof. Multhaup aufdecken, dass Kupfer – entgegen früherer Annahmen – die Krankheit „Alzheimer“ nicht beschleunigt. Sie fanden heraus, dass im Gegenteil bei Alzheimer- Patienten sogar ein Kupfermangel besteht.

Mit ihren Forschungsergebnissen haben die Wissenschaftler eine klinische Studie mit Alzheimer-Patienten an der Universität des Saarlandes in Homburg/Saar ermöglicht. Darin wurde nachgewiesen, dass eine Behandlung der Erkrankten mit Kupfer einen erhofften positiven Effekt hat, da es die Menge an Amyloid im Körper positiv beeinflusst.

Bayers und Multhaups weitere Forschungen zielen darauf ab, bereits im Anfangs- stadium der Krankheit den Kupferspiegel des Patienten zu kontrollieren und dafür zu sorgen, dass Kupfer jederzeit in ausreichenden Mengen im Körper verfügbar ist.

WEITERE INFORMATIONEN: Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie Arbeitsgruppe für Molekulare Psychiatrie Prof. Dr. Thomas Bayer Telefon: 0551 / 39–22911, E-Mail: tbayer@gwdg.de www.alzheimer-bayer.de