Göttinger Abende Zeitgenössischer Musik

Text von: redaktion

Das neunte Gesprächskonzert der Reihe 'Göttinger Abende Zeitgenössischer Musik' findet am Sonntag, den 10. Oktober 2021 um 18 Uhr im WERKRAUM, Stresemannstr. 24c in 37079 Göttingen statt. Das Bremer Schlagzeugensemble unter der Leitung von Olaf Tzschoppe wird Werke von Babette Koblenz, Michael Edgerton, Eckart Beinke, Sunjoo Cho und Andrew Toovey aufführen.

Die renommierte Hamburger Komponistin Babette Koblenz, unter anderem ausgezeichnet mit dem Hindemith-Preis und dem Rom-Preis der Villa Massimo, wird persönlich anwesend sein und in ihr Werk einführen. Die Veranstaltung, wird von Musik 21 Niedersachsen und der Göttinger Kulturstiftung gefördert. Der Eintritt kostet 15 EUR, ermäßigt 10 EUR. Es gelten die aktuellen Coronaverordnungen des Landes Niedersachsen. Eine Kartenreservierung unter gazm@gmx.de wird daher dringend empfohlen.

Das Bremer Schlagzeugensemble unter Leitung von Olaf Tzschoppe hat seinen Schwerpunkt auf der Erarbeitung des Schlagzeugrepertoires des 20. und 21. Jahrhunderts sowie der Zusammenarbeit mit Komponisten. Neben Klassikern von Iannis Xenakis, Toru Takemitsu, Luigi Nono und anderen spielte das Ensemble zahlreiche Ur- sowie deutsche Erstaufführungen wie z.B. „Transmutations” des australischen Komponisten Anthony Pateras. Es präsentierte thematische Programme rund um Iannis Xenakis, György Ligeti und George Crumb und wirkte an multimedialen Events mit wie „In Between” (Mode/Medien/Musik). Zudem unternahm es Konzertreisen ins europäische Ausland und nach Südamerika. InVorbereitung ist eine CD mit Werken von Z. Szathmary, L. Voigtländer, A. Too­vey und anderen.

Babette Koblenz wuchs im Hamburger Grindelviertel auf. Sie lernte Geige und Klavier und war Mitglied in mehreren Chören, Jugendorchestern und Streichquartetten. Nach dem Abitur und Studium in Hamburg, Komposition bei G. Ligeti, entwickelte sie seit den 80er Jahren einen starken Personalstil mit sehr polyrhythmischen, modalen und songhaften Elementen. Eigene Songauftritte und intensiver Austausch mit Künstlern verschiedener Sparten führten zu sehr eigenen Projekten, Konzepten und Konzerten. Durch prägende Auslandsaufenthalte in Italien und Spanien entstanden zahlreiche Kompositionen zeitgenössischer Musik für Ensemble, Kammermusik, Chor und Orchester sowie eine Anzahl schlagzeug-orientierter Werke. Ein Schwerpunkt sind ihre Musiktheater-Werke und Opern, unter anderem für das ZKM Karlsruhe und die Münchener Biennale. Ihre Oper „Recherche“ wurde für den Sender ARTE produziert. Sie wurde unter anderem mit dem Hindemith-Preis, dem Preis der Jürgen-Ponto-Stiftung und dem Rom-Preis der Villa Massimo ausgezeichnet. Babette Koblenz lebt und arbeitet in Hamburg.