Göttingen im Fokus des Theaters

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Text von: redaktion

Das Deutsche Theater Göttingen geht mit einem regionalen Schwerpunkt in die neue Theatersaison. Gleichzeitig hat Oberbürgermeister Wolfgang Meyer ein klares Bekenntnis zum Erhalt des Deutschen Theaters in Göttingen gegeben.

Mit der Premiere von Henrik Ibsens „Die Wildente“ in der Inszenierung von Intendant Mark Zurmühle startet der Spielbetrieb am 18. September 2010 zwar mit einem skandinavischen Stück, der inhaltliche Schwerpunkt wird in der kommenden Saison allerdings Göttingen sein.

So wird das DT mit der Dramatikerin Nino Haratischwili erstmals eine Hausautorin engagieren, die eine Spielzeit lang Göttingen erkunden und quasi als Stadtschreiberin literarisch begleiten wird. Am Ende soll aus der Beschäftigung mit der Stadt ein Theaterstück entstehen, das am 30. April 2011 im Großen Haus des DT uraufgeführt wird.

Auch die 1958 in Göttingen gedrehte Filmsatire „Wir Wunderkinder“ von Kurt Hoffmann erlebt eine Renaissance. Sie dient als Vorlage für den Theaterabend „Wunderkinder“, den das internationale Theaterkollektiv andcompany&Co am 12. März 2011 am DT veranstalten wird.

Neben dem Schwerpunkt Göttingen steht in der neuen Spielzeit auch der deutsche Dichter Heinrich von Kleist im Vordergrund, dessen Todestag sich 2011 zum 200. Mal jährt. Neben kleinen Inszenierungen und szenischen Lesungen seiner Texte sowie einem Kleisttag im DT wird im Großen Haus das Stück „Penthesilea“ in der Inszenierung des polnischen Regisseurs Wojtek Klemm zu sehen sein.

Eröffnet wird die Spielzeit am 11. September 2010 mit einem großen Theaterfest, das ganz im Zeichen eines dreifachen Jubiläums steht: 120 Jahre Theater am Wall – 60 Jahre Deutsches Theater sowie der 120. Geburtstag Heinz Hilperts, des Gründers des Deutschen Theaters in Göttingen, werden gefeiert.