Göttingen etabliert sich als Grid-Standort

Text von: redaktion

Die GWDG hat durch ihre Beteiligung an zwei neuen umfangreichen Forschungsprojekten ihre schon länger bestehenden Grid-Aktivitäten erheblich ausgeweitet und damit Göttingen als leistungsfähigen und etablierten Grid-Standort weiter gestärkt.

Die Forschungsprojekte der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) werden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit jeweils 1,5 Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

Grid-Computing ermöglicht einen standardisierten, einfachen und zuverlässigen Zugang zu einer Vielzahl von Hochleistungsrechnern und eröffnet damit sowohl der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung als auch den Forschungsaktivitäten der Industrie bisher ungeahnte Möglichkeiten.

Das Forschungsprojekt „OptiNum-Grid – Optimierung technischer Systeme und naturwissenschaftlicher Modelle mit Hilfe numerischer Simulationen“ wurde von der GWDG als Konsortialführer und Koordinator mit zwei Partnern aus der Forschung und drei Partnern aus der Industrie für die 3. D-Grid-Förderrunde des BMBF initiiert:

Die beiden Partner aus der Forschung sind die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. in München.

Die drei Partner aus der Industrie sind die EQUIcon Software GmbH aus Jena, die ERAS Gesellschaft für Entwicklung und Realisation Adaptiver Systeme mbH aus Göttingen sowie die Zentrum Mikroelektronik Dresden AG.

Ziel des Projektes ist es, Dienste und Geschäftsmodelle zu entwickeln, mit denen numerische Simulations- und Optimierungsverfahren über das Grid bereitgestellt und genutzt werden können.

Für die industriellen Partner ermöglicht der Zugang zu Grid-Ressourcen die zunehmend erforderliche Nutzung von numerischer Simulation und Optimierung in ihren Entwicklungs-und Produktionsabläufen, ohne den Aufwand der Beschaffung und des Betriebs der dafür notwendigen Infrastruktur in eigener Regie betreiben zu müssen.

Denn in vielen Bereichen ist wegen zunehmender technischer Komplexität und steigender Produktsicherheitsanforderungen die Entwicklung innovativer neuer Produkte ohne Computersimulationen nicht mehr möglich, die dafür benötigte Computerleistung übersteigt jedoch oftmals die Grenzen insbesondere der mittelständischen Unternehmen.

Mit der Öffnung des Grids für das breite Feld von Simulations- und Optimierungsanwendungen in der Forschung können Synergieeffekte durch Lastausgleich und erhöhte Auslastung von öffentlich geförderten Rechenressourcen erzielt werden.

An einem weiteren Verbundprojekt „DGSI – D-Grid Scheduler Interoperability“, ist die GWDG als Partner mit sechs weiteren Forschungseinrichtungen und einer Firma aus der Industrie beteiligt.

In diesem Projekt sollen Verfahren entwickelt werden, die die gemeinsame Nutzung der zur Verfügung stehenden Rechen- und Speicherressourcen über die Grenzen der heterogenen Umgebung der vielen D-Grid-Communities hinweg ermöglichen