Gesundheitsregion Göttingen

Text von: Sebastian Günther

“Wir haben in Göttingen einen Flickenteppich von Einzelnetzwerken, der noch einige Lücken aufweist“, sagt Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Diese Einzelnetze soll die Initiative “Gesundheitsregion Göttingen“ zukünftig verknüpfen.

Entstanden ist das Projekt aus der Bewerbung zu „Gesundheitsregionen der Zukunft“, einem Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

„Wir haben zwar nicht gewonnen, die Sache aber trotzdem weiterentwickelt“, sagt Frömmel. Teilhaben sollen an dem Netzwerk alle Akteure der Gesundheitswirtschaft:

„Dabei handelt es sich zum Beispiel um Krankenhäuser, Arztpraxen, Produzenten, Rehaeinrichtungen und Pflegedienste.“

Bei der Ausgestaltung der Initiative wollen sich die Initiatoren ausreichend Zeit nehmen. Denn es soll etwas entstehen, das über Jahrzehnte Gültigkeit behält.

„Wir müssen alle zusammenhalten, vorhandene Ideen bündeln und dabei viele Interessen beachten“, sagt Frömmel. Die Zielvorgabe lautet: die Anhebung der Lebensqualität.

Projektschwerpunkte bilden die Themen Demenz, Sicherung der Daseinsvorsorge sowie Neurotechnologie. Impulse sind zudem bei der Ausbildung von Fachpersonal zu erwarten.

„Gefordert sind neben den Leistungserbringern auch die Bürger“, stellt Frömmel klar. Jeder müsse seine Stärken einbringen.

Aktionen sollen künftig durch die Initiative koordiniert werden, damit sich keiner in die Quere kommt.

„Trotz Zusammenarbeit muss es weiterhin einen Wettbewerb geben“, sagt Frömmel. Dieser müsse außerhalb der Initiative aber ohne Härte und in geregelten Bahnen ablaufen.

Mit der Unterstützung der gesamten Gesellschaft könnte ein nachhaltiges Netzwerk entstehen, das die Region auf Dauer tragen kann.