Gesundheitspreis Südniedersachsen

Lukas Mehlhorn ©Franziska-Klein
Text von: Redaktion

Der Gesundheitspreis Südniedersachsen geht an Singer-und Songwriter Lukas Mehlhorn. Ihr 10-jährigen Bestehen nahm die Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen zum Anlass, um erstmalig Projekte, die einen kreativen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten, mit dem Gesundheitspreis Südniedersachsen auszuzeichnen. Insgesamt 17 regionale Sozial-und Gesundheitsprojekte wurden eingereicht. Drei davon haben jetzt Auszeichnung enerhalten.

Statt einer großen Geburtstagsfeier mit allen Mitgliedern und Partnern hat sich der Vorstand der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen e. V. dafür ausgesprochen, erstmalig den Gesundheitspreis Südniedersachsen auszuschreiben. Dabei wurde ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 2.000 Euro vergeben. Bis zum Einsendeschluss, am 11. Dezember 2020, gingen 17 Bewerbungen von Institutionen, Privatpersonen und gemeinnützigen Vereinen ein, welche sich an Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Menschen mit psychischen Erkrankungen und Menschen im Homeoffice richten. Es wurde nur Projekte angenommen, die sich bereits in der Umsetzung befinden.

„Dass wir unser 10-jähriges Jubiläum nicht gemeinsam feiern konnten ist einerseits bedauerlich, andererseits bot es die Chance etwas ganz Besonderes umzusetzen. Denn mit dem Gesundheitspreis möchten wir die Projektewürdigen, die uns in Zeiten von Corona aufzeigen, wie wertvoll es ist, sich für seine Mitmenschen zu engagieren“, sagt Vorsitzender Wolfgang Brück.

Als Gewinner des ersten Gesundheitspreises Südniedersachsen ist der Singer-und Songwriter Lukas Mehlhorn für seine kostenlosen Auftritte in Senioren- und Pflegeheimen ausgezeichnet worden. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.250 Euro möchte er sein Equipment ergänzen und die Fahrtkosten decken. Mehlhorn ist Student des Wirtschaftsingenieurwesens an der TU Clausthal und Frontmann einer Cover-Band in Bad Grund.

„Meine Auftritte in den Heimen waren immer kostenfrei, aber nie umsonst. Während meiner 18 Auftritte im Corona-Sommer 2020, bei denen wir immer genau auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln geachtet haben, wurde mitgewippt und manchmal mitgesungen. Es flossen Tränen, es wurde gelacht und sich unterhalten. Ich habe so viel von den Heimbewohnern zurückbekommen“ sagt erster Preisträger des Gesundheitspreises Südniedersachsen Lukas Mehlhorn.

Der zweite Platz und damit ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro geht an den SC Hainberg, der als Sportverein in Zeiten von Corona seine Angebote insbesondere für sozial benachteiligte Gruppen stetig weiterentwickelt. Hierzu gehören Einkaufshilfen, digitale Sportangebote und eine Ferienwelt für Kinder aus sozialen Brennpunkten. Das Preisgeld wird konkret zur Anschaffung eines Sport-und Spielmobils für die aufsuchende Sportsozialarbeit verwendet.

Der dritte Platz ging an das Projekt ‚Rückenwind‘, welches aus einer Kooperation aller Göttinger Rotary Clubs und dem ASC Göttingen von 1846 e.V. hervorgegangen ist. ‚Rückenwind‘ richtet sich einerseits an Schüler der Klassenstufen 1 bis 6, die durch den Zeitraum der Schulschließung den Anschluss zu verlieren drohen und andererseits an Studierende, die aufgrund der Corona-Krise unverschuldet ihre Nebentätigkeiten einschränken oder ganz aufgeben mussten. Diese Studierende und andere pädagogische Hilfskräfte erhalten die Möglichkeit, Kindern während des Schuljahres als Begleiter zu unterstützen, um Defizite aus der Corona-Zeit aufzufangen. Sie geben den Kindern somit individuellen ‚Rückenwind‘. Das Preisgeld in Höhe von 250 Euro soll vollständig in die Projektfinanzierung einfließen. Stellvertretend für die Projektbeteiligten nahm der Rotary Club Göttingen-Süd den Preis entgegen.

„Die große Resonanz der eingesandten Bewerbungen aus ganz Südniedersachsen zeigt, wie innovativ und kreativ unsere Region in Zeiten von Corona ist und dass gemeinsam viel erreicht werden kann. Wir bedanken uns ganz herzlich für die abgegebenen Projekte und wünschen weiterhin viel Erfolg und Gesundheit,“ sagt Geschäftsstellenleiterin Corinna Morys-Wortmann.