Gesundheitspolitik ist Strukturpolitik

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Text von: redaktion

Die niedersächsische Ministerin Aygül Özkan besuchte das Nephrologische Zentrum Niedersachsen (NZN) in Hann. Münden.

Einen Überblick über die Vernetzung der Serviceangebote am Vogelsang vermittelte der Aufsichtsratsvorsitzende der AWO GSD, Axel Plaue.

Geschäftsführer Volker Behncke stellte das Netzwerk der AWO GSD vor und unterstrich die Anforderungen an eine zukunfts- und patientenorientierte Gesundheitsversorgung.

Gesundheitspolitik ist Strukturpolitik, das wurde im gemeinsamen Gespräch mehrfach unterstrichen. Besonders im ländlichen Bereich sei dies von zunehmender Bedeutung.

„Wir wollen keinen Gesundheitstourismus sondern eine wohnortnahe Grundversorgung mit zusätzlichen spezialisierten medizinischen Angeboten im NZN ermöglichen“, so Behncke.

Das Thema der Organspende als auch die Widerspruchsregelung in anderen Ländern wurden diskutiert. Neben der Bereitschaft der Spender gilt es aber auch die Strukturen zu schaffen, um dieser medizinischen Versorgungsaufgabe in der Transplantationsmedizin gerecht zu werden, führte Axel Plaue aus.

Die Ministerin bekräftigte in ihren Ausführungen, dass das Thema der Organspende von allen Akteuren weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden müssen.

Weitere Themen waren die Zukunft der Pflegeberufe, das Problem der Nachwuchsrekrutierung aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Rahmen dieser Thematik und weiterer globaler Zukunftsthemen engagiert sich das NZN aktiv in der Gesundheitsregion Göttingen e.V..

Bedürfnisse erkennen, sektorenübergreifende Angebote anpassen, koordinieren und nachhaltig zukunftsfähig zu machen sowie den Zugang zu den medizinischen Leistungen auch künftig zu sichern: das sind Forderungen, die auch durch das Projekt „Zukunftsregionen Gesundheit – kommunale Gesundheitslandschaften“ zum Ausdruck kommen, so die Ministerin.

Weiterhin betonte sie die Chancen, die der demographische Wandel bietet, neue Wege zu beschreiten und systematisch Lösungen mit allen beteiligten Akteuren zu finden.

Im Gesundheitszentrum am Vogelsang wird stets gebaut und erweitert, so Behncke. Davon könne man sich auf der aktuellen Baustelle für das stationäre Hospiz überzeugen, das im Januar 2012 eröffnet wird.