Gesundheits-Uni startet ins Sommersemester

Text von: redaktion

In drei Veranstaltungen informieren Experten aus der Universitätsmedizin Göttingen und dem niedergelassenen Bereich rund um die Themen “Gendermedizin“, “Palliativmedizin“ und “Patientenverfügung“.

„Gendermedizin. Frauen erkranken anders als Männer“ ist das erste Thema der neuen Reihe am 25. Mai.

Studien zeigen, dass Geschlechterunterschiede ebenso wie die Geschlechterrolle Gesundheit und Krankheit beeinflussen. So können bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse zu gesundheitlichen Störungen bei Frauen führen. Bekannt ist auch, dass Frauen und Männer bei gleicher Krankheit unterschiedliche Symptome zeigen.

Tendenziell suchen Männer eher selten ärztlichen Rat und nutzen nur wenige Möglichkeiten der Schmerzbewältigung. Frauen dagegen nehmen konkrete Problemlösungen und aktive soziale Unterstützung eher an, sind oft positiver eingestellt und offen für lindernde Strategien im Alltag. Einen eindeutigen ursächlichen Zusammenhang dieser Faktoren mit dem Geschlecht gibt es aus Sicht der aktuellen Schmerzforschung nicht. Es referiert Frank Petzke, Leiter der Schmerzambulanz und -Tagesklinik an der Universitätsmedizin Göttingen.

Über das Thema „Die Dosis macht’s: Medikamente wirken bei Frauen und Männern unterschiedlich“ referiert Jürgen Brockmöller, Direktor der Abteilung Klinische Pharmakologie der Universitätsmedizin Göttingen. Er stellt Beispiele für die unterschiedliche Wirksamkeit von Medikamenten bei Frauen und Männern vor und erläutert die Gründe.

Über Erfahrungen aus der Hausarztpraxis berichtet Thomas Stiller, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin und Hausarzt in Uslar und Barterode.

Die Veranstaltung „Gendermedizin. Frauen erkranken anders als Männer“ findet am Mittwoch, 25. Mai 2011, von 18.30 bis 20.15 Uhr im
Universitätsklinikum Göttingen – Osthalle, Robert-Koch-Straße 40, 37073 Göttingen statt.

Der Eintritt ist frei.

Die weiteren Veranstaltungen sind „Palliativmedizin. Wenn das Leben zu Ende geht“ am 15. Juni und „Patientenverfügung. Alter und Krankheit – wie sorge ich richtig vor?“ am 13. Juli 2011.