©Marco Bühl
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Text von: Marisa Müller

Helfen ist sein Job, kranke Menschen sein Alltag. Jari Schwager verrät im Interview, wieso für ihn Beruf von Berufung kommt.

Schichtdienst, unheilbar Kranke, Leid, hohe Belastung und viel Verantwortung – Jari, wieso hast du dich für den Beruf als Gesundheits- und Krankenpfleger entschieden?

Um zu helfen. Ich kann Menschen bei der  Genesung unterstützen und sie auf ihrem Weg begleiten. Das ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Gesellschaft. Auch die Vielfalt des Berufs war ein wichtiger Grund. Langweilig wird es sicher nie.

Was gehört denn alles zum Job?

Alle denken immer nur an die Grundversorgung, also an Körperpflege oder das Frühstück zu bringen. Aber wir sind überall und übernehmen auch Dinge, die keiner sieht – wie das Wund- und Schmerz­manage­ment. Und wir sind die ersten Ansprechpartner für Patienten und ihre Angehörigen.

Was sollte man für diesen Beruf mitbringen?

Es handelt sich um einen Beruf mit und für Menschen. Deshalb sollte Teamarbeit selbstverständlich sein, ebenso Empathie und die Fähigkeit, sich emotional auch mal abzugrenzen und Stress zu ertragen. Auch ein gewisses Interesse am Thema Gesundheit kann nicht schaden.

Was motiviert dich persönlich?

Die Dankbarkeit der Patien­ten und die Gewissheit, etwas Gutes zu tun. Erfolge sind sichtbar! Als Notfall eingeliefert und nach einigen Wochen auf zwei Beinen wieder zum Haupteingang raus – das zu sehen, freut mich jedes Mal aufs Neue.

Was gefällt dir an deinem Arbeitgeber, dem Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende, besonders?

Tolle Kollegen, die einem gerne etwas zeigen und helfen, wenn man etwas noch nicht so gut kann. Auch die Lehrkräfte sind sehr engagiert. Wir
lernen alle Bereiche kennen, und wer möchte, kann sogar ins Ausland gehen oder begleitend ein Studium der Pflegewissenschaften absolvieren.

Dein Rat an angehende Azubis?

Leidenschaft für den Beruf ist wichtig. Dann kann kaum noch etwas schiefgehen!

Vielen Dank für das Gespräch!