Gesellschaft braucht Wissenschaft

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Text von: redaktion

Die engen Wechselwirkungen und die gegenseitigen Abhängigkeiten zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Mittelpunkt der 127. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ - Die Wissensgesellschaft), die vom 14. bis 18. September in Göttingen stattfinden wird.

Am Beispiel von Mobilität, Kommunikation und Interaktion werden Wissenschaftler, Politiker und Manager aus der Wirtschaft über zentrale Grundlagen des Lebens und der modernen Gesellschaft diskutieren und über Entsprechungen in der Natur.

Das Thema der Tagung lautet „Gesellschaft braucht Wissenschaft – Wissenschaft braucht Gesellschaft“.

Unter den Vortragenden sind beispielsweise der deutsche Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen oder der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube.

Insgesamt werden rund 50 angesehene Wissenschaftler und andere Experten für Nichtfachleute und interessierte Laien faszinierende Einblicke in ihre Forschungsgebiete und in weit reichende Zusammenhänge geben.

Eine Podiumsdiskussion stellt die provokante Frage: Wer bezahlt die Wissenschaft?

Die GDNÄ ist eine der ältesten Vereinigungen der Welt, die versucht, die Brücke zwischen Wissenschaft und Nichtwissenschaftlern sowie zwischen den Disziplinen der Forschung zu schlagen.

190 Jahre nach ihrer Gründung greift sie in Göttingen zum ersten Mal die Wechselwirkungen von Forschung und Gesellschaft direkt als Thema auf.

Zu der Tagung werden über 1.000 Teilnehmer in Göttingen erwartet, neben Wissenschaftlern auch Studenten und Schüler, sowie interessierte Laien.

Anders als die meisten wissenschaftlichen Tagungen ist die Versammlung der GDNÄ offen für jedermann. Schüler und Studenten haben sogar kostenlos Zugang.

Präsident des Kongresses ist der Physiker und Direktor des IFW Dresden Ludwig Schultz. Er will mit dem Thema der Tagung zeigen, dass Forschung ein wichtiges Werkzeug zur Zukunftbewältigung für unsere Gesellschaft ist.

Mit neuen Elementen der Tagung versucht die GDNÄ in diesem Jahr vor allem auch junge Menschen anzusprechen.

So wird ein Blog im Internet laufend über die interessantesten Vorträge berichten (www.gdnae.wordpress.com), bei einem Abend „Meet the Prof.“ bekommen Schüler und Studenten zwanglos Tipps für einen Berufsweg in der Wissenschaft, eine „After Work Party“ wird Jung und Alt zusammenführen, rund 100 qualifizierte Schülerinnen sowie Studenten, und Jungwissenschaftler erhalten Reisestipendien der Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, engagierte Lehrer ein Stipendium der Bayer Science&Education Stiftung, um die Vorträge besuchen und mit den Wissenschaftlern diskutieren zu können.

Zwei Abendvorträge sind für alle offene und kostenlos: „Chemie von ihrer schönsten Seite“ einerseits mit faszinierenden Experimenten (Samstag, 15.9.); im zweiten Montag, (17.9.) spricht Nobelpreisträger zur Hausen zu den Chancen einer Impfung gegen Krebs. Am Montagvormittag (17.9.) findet auch die traditionelle Festsitzung der Gesellschaft Deutscher Chemiker statt.