Geschäftszahlen zum ersten Quartal: Sartorius mit Zuwächsen bei Auftragseingang, Umsatz und Gewinn

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Text von: redaktion

Sartorius, ein international führender Labor- und Pharmazulieferer, ist mit Zuwächsen bei Auftragseingang und Umsatz gut in das Jahr 2014 gestartet. So erhöhte sich der Konzernumsatz wechselkursbereinigt um 6,3 Prozent, der Auftragseingang stieg um 4,9 Prozent.

Auch der operative Konzerngewinn legte trotz negativer Wechselkurseinflüsse um 2,0 Prozent zu; die entsprechende Gewinnmarge lag nach drei Monaten bei 18,0 Prozent. Auf Basis des Quartalsergebnisses bestätigte Sartorius seine Konzernprognose für das Gesamtjahr 2014, die einen währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes von 8 Prozent bis 10 Prozent und eine Erhöhung der EBITDA-Marge auf 20% vorsieht.

„Im Konzern insgesamt liegen wir nach drei Monaten auf Kurs, wobei unsere Sparten unterschiedlich gute Quartalsergebnisse erzielt haben“, kommentierte Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg das erste Quartal. „Als Wachstums- und Ertragsmotor zeigt sich weiterhin unsere Sparte Bioprocess Solutions. Neben Zuwächsen bei unseren Einwegprodukten entwickeln sich auch die im letzten Jahr akquirierten Geschäfte mit Zellkulturmedien und kleinvolumigen Einweg-Bioreaktoren sehr positiv. In der Laborsparte spielten wie erwartet die Portfoliobereinigungen eine dämpfende Rolle und wir gehen davon aus, dass das Geschäft vor allem in der zweiten Jahreshälfte anzieht. Auch die Gewinnentwicklung liegt insgesamt im Rahmen unserer Erwartungen, wobei sich gegenüber dem Vorjahr allerdings die deutlich ungünstigeren Währungsrelationen auswirken.“

Entwicklung von Umsatz- und Auftragseingang im ersten Quartal

Sartorius erhöhte seinen Auftragseingang im ersten Quartal um 4,9 Prozent (nominal 2,7 Prozent) auf 246,3 Millionen Euro. Der Umsatz legte mit 6,3 Prozent (nominal 4,1 Prozent) noch etwas deutlicher zu und erreichte 223,1 Millionen Euro nach 214,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Sparte Bioprocess Solutions zeigte weiterhin eine hohe Wachstumsdynamik. So erhöhte sich der Auftragseingang trotz der hohen Vergleichsbasis durch das sehr starke Vorjahresquartal um 5,3 Prozent (nominal 3,4 Prozent) auf 158,1 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 16,9 Prozent (nominal 14,8 Prozent) und lag nach drei Monaten bei 137,7 Millionen Euro. Neben einem guten Geschäft mit Einwegprodukten trugen hierzu vor allem die jüngsten Unternehmenszukäufe in den Bereichen Zellkulturmedien und Mini-Bioreaktoren bei.

In der Laborsparte erhöhte sich der Auftragseingang um 5,4 Prozent (nominal 2,7 Prozent) auf 65,3 Millionen Euro. Der Umsatz lag mit 63,7 Millionen Euro allerdings um –4,7 Prozent unter Vorjahr. Hier wirkte sich erwartungsgemäß die Bereinigung des Portfolios um einige nicht-strategische Produkte aus, zudem zeigte sich das Marktumfeld insbesondere in Asien schwächer als erwartet.

In der kleinsten Konzernsparte Industrial Technologies (vormals Industrial Weighing) bewegte sich der Auftragseingang mit 22,9 Millionen Euro etwas über dem Vorjahresniveau (+1,0 Prozent; nominal -1,1 Prozent). Der Umsatz reduzierte sich allerdings um –13,6 Prozent (nominal –15,4 Prozent) auf 21,7 Millionen Euro, wobei sich neben dem in Asien anhaltend schwierigen Marktumfeld auch Timing-Effekte in Bezug auf Projektabschlüsse auswirkten.

Regional betrachtet kamen die stärksten Wachstumsimpulse mit einem Plus von 18,4 Prozent aus Nordamerika; in dieser Region spielten die Beiträge aus Akquisitionen eine besonders große Rolle. In Asien lag der Anstieg bei 7,0 Prozent, der Umsatz mit Kunden in Europa erhöhte sich um 4,7 Prozent (alle Regionalzahlen wechselkursbereinigt).

Konzerngewinn weiter erhöht

Auf die Gewinnentwicklung hatten die gegenüber dem Vorjahr deutlich ungünstigeren Währungsrelationen einen spürbar dämpfenden Einfluss. Das operative EBITDA lag dennoch mit 40,1 Millionen Euro um 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Die entsprechende Marge erreichte 18,0 Prozent nach 18,4 Prozent im Vorjahr. Der Ergebnisbeitrag der Sparte Bioprocess Solutions erhöhte sich um 19,4 Prozent auf 29,8 Millionen Euro, die entsprechende Marge stieg auf 21,7 Prozent nach 20,8 Prozent im Vorjahresquartal. Die Laborsparte verbuchte ein operatives EBITDA von 8,9 Millionen Euro (Vorjahr 12,0 Millionen Euro) und eine Marge von 14,0 Prozent (Vorjahr 17,5 Prozent). Das operative EBITDA der Sparte Industrial Technologies lag bei 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,4 Millionen Euro); dies entspricht einer Marge von 6,4 Prozent (Vorjahr 9,2 Prozent).

Inklusive Sondereffekte in Höhe von –1,3 Millionen Euro (Vorjahr –1,0 Millionen Euro) sowie Abschreibungen lag das EBIT des Konzerns bei 26,0 Millionen Euro (-5,7 Prozent). Die entsprechende Marge belief sich auf 11,7 Prozent nach 12,9 Prozent im Vorjahr. Der maßgebliche Konzernnettogewinn lag bei 13,8 Millionen Euro (Vorjahr 14,8 Millionen Euro). Der entsprechende Gewinn je Stammaktie belief sich auf 0,80 Euro (Vorjahr 0,86 Euro) beziehungsweise je Vorzugsaktie auf 0,82 Euro (Vorjahr 0,88 Euro).

Gesamtjahresausblick für den Konzern bestätigt

Auf der Grundlage der Ergebnisse des ersten Quartals 2014 bestätigte die Unternehmensleitung ihre Wachstums- und Ertragsprognose für den Konzern. Für das Gesamtjahr erwartet Sartorius auf Basis konstanter Wechselkurse einen Umsatzanstieg von 8 Prozent bis 10 Prozent und eine Erhöhung der EBITDA-Marge von 19,5 Prozent auf 20,0 Prozent.

„Wir bestätigen unsere Konzernziele für das Gesamtjahr, der Beitrag der einzelnen Sparten könnte sich jedoch anders aufteilen als zu Jahresbeginn prognostiziert. Unsicher scheint uns vor allem die weitere Entwicklung auf den asiatischen Märkten, die zuletzt unter unseren Erwartungen lag. Wir gehen davon aus, diesbezüglich zur Jahresmitte ein klareres Bild zu haben“, so Kreuzburg.