Geschäftsklimaindex verschlechtert sich erneut

Text von: Redaktion

Die heute veröffentlichten Daten des ifo-Geschäftsklimaindex sehen bedenklich aus.

Mit 87,0 Punkten haben die ifo-Geschäftserwartungen den niedrigsten Stand seit dem Frühjahr 1993. Dieser Wert ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben, genau so wie die Geschäftslage mit 103,2 Punkten und das aus den beiden Lagekomponenten resultierende geometrische Mittel, der Geschäftsklimaindex. Er notiert nun bei 94,8 Punkten. Dies ist der dritte Rückgang des Index in Folge.

Die an der Umfrage beteiligten Unternehmenslenker sind davon überzeugt, dass sich ihre wirtschaftliche Situation in den kommenden Monaten weiter verschlechtert. Entlastende Entwicklungen wie die jüngst nachgegebenen Rohstoffpreise und ein deutlich stärkerer US-Dollar werden von den Umfrageteilnehmern noch nicht honoriert oder nur als temporärer Effekt eingestuft. Sollten sich diese Aussichten bestätigen, wäre eine technische Rezession vorprogrammiert. Zumal auch die jüngst veröffentlichten Details zum BIP-Wachstum im zweiten Quartal belegen, dass auch der private Konsum als entlastendes Moment schlicht ausfällt.

Angesichts dieser Entwicklungen muss die EZB weiter Kritik an ihrer Geldpolitik fürchten. Aufgrund anhaltender Inflationsrisiken hatte sie im Juli den Leitzins für die Eurozone angehoben.