Geschäftsentwicklung bei LINOS AG rückläufig

© LINOS AG
Text von: redaktion

Die weltweite Abkühlung der Konjunktur, die Schwäche des Halbleitermarktes und die Finanzkrise haben zu rückläufigen Geschäften geführt. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2008 sank, im Vergleich zum Vorjahr, um 5 Prozent auf 89,1 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2008 bei 3,5 Millionen Euro (minus 61,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit 1,6 Millionen Euro um 78,3 Prozent unter dem EBT von 2007.

Der Umsatzrückgang betraf alle Regionen. In Deutschland sank er von 41,1 Millionen auf 39,9 Millionen Euro. Das Minus im übrigen Europa betrug 5,1 Prozent, was in erster Linie auf das Auslaufen des Großauftrages eines türkischen Technologieunternehmens zurückzuführen ist. Der Rückgang in den USA betrug 3,8 Prozent, in den sonstigen Ländern 15,2 Prozent.

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2008 mit 73 Millionen Euro um 23,4 Prozent niedriger. Während sich die Auftragslage im Inland stabil zeigte, verzeichnete das Unternehmen in den anderen Regionen teils deutliche Rückgänge. Im übrigen Europa halbierten sich die Auftragseingänge nahezu.

Die weitere Entwicklung des Geschäftes in der Photonics-Branche ist für das laufende Geschäftsjahr zur Zeit nur sehr schwer absehbar.

Dem weltweiten Laserumsatz wird für das Jahr 2009 erstmalig seit dem Jahr 1970 wieder ein Rückgang vorausgesagt. Die Umsätze im Halbleiterausrüstungsgeschäft sind weltweit eingebrochen.

Vor diesem Hintergrund sieht der Vorstand davon ab, zum jetzigen Zeitpunkt eine wertmäßige Prognose für Umsätze und Ergebnis im Geschäftsjahr 2009 abzugeben; er rechnet jedoch mit einer rückläufigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung im laufenden Geschäftsjahr.

Die LINOS AG ist ein weltweit tätiger Hersteller optischer Systeme, Entwicklungspartner und Lieferant für Kunden im Bereich Laser, Messtechnik, Medizin, Biotechnologie und Halbleiter. Das an der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Unternehmen gehört zur Qioptiq-Gruppe und beschäftigt rund 750 Mitarbeiter, hauptsächlich an den Standorten Göttingen, München und Regen.