Georgia Augusta ist Exzellenzuni

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Text von: redaktion

In der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder hat sich die Universität Göttingen erfolgreich mit ihrem „Zukunftskonzept zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ durchgesetzt.

Diese Entscheidung in der zweiten Auswahlrunde des Exzellenzwettbewerbs wurde am heutigen Freitag im Wissenschaftszentrum Bonn bekannt gegeben. Darüber hinaus wurde die Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) zur Förderung ausgewählt. Universitäts-Präsident: „Wir sind glücklich und stolz auf diesen Erfolg. Es ist uns gelungen, die Kräfte innerhalb der Universität und am Wissenschaftsstandort in einmaliger Weise zur gemeinsamen Arbeit an unserem Zukunftskonzept zu versammeln. Im Verbund der Universität mit ihren außeruniversitären Partnern wird es uns gelingen, Göttingen in die Spitze der europäischen Universitäten zu führen.“

In ihrem Zukunftskonzept setzt die Georgia Augusta auf die besonderen Stärken als Forschungsuniversität mit großer Fächervielfalt, auf die engen Verflechtungen mit einem herausragenden außeruniversitären Forschungsumfeld und auf ihre Autonomie als Stiftungsuniversität. Mit „Brain Gain“ und fünf Courant Forschungszentren, mit „Brain Sustain“, dem „Lichtenbergkolleg“ und „Göttingen International“ umfasst der erfolgreiche Exzellenzantrag vier Projekte, mit denen die Georgia Augusta Spitzenforschung und insbesondere die Nachwuchsförderung entscheidend vorantreiben will. Eine zentrale Rolle im Zukunftskonzept „Göttingen. Tradition – Innovation

– Autonomie“ kommt dem Wissenschaftsstandort zu. In das Netzwerk sind insbesondere die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, fünf Max-Planck-Institute, das Deutsche Primatenzentrum und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt eingebunden.Zu den ersten Gratulanten zählte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer:“Die Aufnahme in den Kreis der Exzellenz-Universitäten wird der Georgia Augusta und der Göttinger Wissenschaftslandschaft in vielfältiger Weise neue Schubkraft geben und darüber hinaus mittelbar auch die demographische Entwicklung, den Beschäftigungsmarkt, die Wirtschafts- und Kaufkraft in Göttingen positiv beeinflussen.“

Heute morgen hattte SPIEGEL Online gemeldet, dass die Uni Göttingen es nicht geschafft habe. Am Nachmittag heißt es: „Überraschend stieß die Universität Göttingen noch zur Spitzengruppe; sie schien in der Expertise der Wissenschaftler schon durchgefallen.“ Göttingen profitierte wohl von der Tatsache, dass es sonst keine einzige Elite-Uni in Norddeutschland gegeben hätte.

Insgesamt stehen für die Exzellenzinitiative 1,9 Milliarden Euro bereit. Den Hauptanteil, 75 Prozent, trägt der Bund, das übrige Viertel steuern die Länder bei. Der Kreis der Elite-Universitäten wurde heute neben Göttingen um fünf erweitert. Aachen, Heidelberg, Konstanz, Freiburg und die FU Berlin zu den Gewinnern. Aus der ersten Runde der Exzellenzinitiative waren im vorigen Jahr die TU München, die LMU München sowie die TU Karlsruhe als Sieger hervorgegangen. Jede Exzellenzuni bekommt jetzt fünf Jahre ljeweils 21 Millionen Euro für die Forschung.