Generation Z – hinter den Kulissen mit Jürgen Hollstein

Jürgen Hollstein
Text von: Marisa Müller

Die neue Generation: für Arbeitgeber eine Herausforderung. faktor hat mit Unternehmen, jungen Menschen und Experten gesprochen, und dabei ganz erstaunliche Entdeckungen gemacht. faktor-Interview: Jürgen Hollstein über die Generationenfrage. 

Jürgen Hollstein, 55 Jahre, Babyboomer, Quattek & Partner Steuerberatungsgesellschaft, Partner

 

Haben Sie schon Erfahrungen mit der Generation Z gemacht?
Unser letzter Praktikant gehörte der Generation Z an. Er war mit viel Freude und Interesse dabei , hat vieles hinterfragt. Seine Arbeitsweise und sein Verantwortungsbewusstsein haben auf jeden Fall sehr gut in unser Unternehmen gepasst.

Wie erleben Sie die Generation Z?
Ich erlebe die Generation Z als sehr aufgeschlossen und kontaktfreudig. Sie sind immer online und sehr spontan, engagieren sich gleichzeitig aber auch für soziale Projekte.

Entsprechen die Mitglieder der Generation Z dem Ruf, der ihnen voraus eilt?
Es ist noch zu früh, um sich ein Urteil zu bilden. Nach meiner Kenntnis bezeichnet man mit Generation Z die Jahrgänge ab 1998. Sie sind also gerade mal 17 Jahre und damit kaum aus der Pubertät.

Sind die Zs anders als Ihre Vorgänger? 
Sie sind noch digitaler orientiert. Jegliche Kommunikation läuft über das Smartphone. Telefonieren, zumal über das Festnetz, ist out. Ich würde mir mehr persönliche, verbale Kommunikation wünschen.

Was erwarten Sie als Arbeitgeber von der jungen Generation?
Ich erwarte, dass die Leute der Generation Z sich für ein Studium oder eine Ausbildung entscheiden, die ihnen Spaß macht. Denn nur mit Spaß an der Tätigkeit kann man langfristig Erfolg haben.

Was tun Sie für die Generation Z und dafür, dass Sie als attraktiver Arbeitgeber von der Zielgruppe wahrgenommen werden?
Unser Employer Branding wird deutlich ausgebaut. Wir bemühen uns um unseren Nachwuchs durch attraktive Arbeitsbedingungen, Arbeitszeitmodelle und Fortbildungsmöglichkeiten. Unsere eigene Qualifikation wird auch durch externe Auszeichnungen, wie zum Beispiel TOPAS, bestätigt.

Ihre Empfehlung: Was sollten Arbeitgeber tun, was sollten sie eher lassen, um Arbeitnehmer zu gewinnen?
Sie sollten die potentiellen Arbeitnehmer für ihre Aufgabe und ihren Beruf begeistern. Dabei immer offen und ehrlich sein. Bei allen betrieblichen Entscheidungen die Wünsche der Arbeitnehmer möglichst weitgehend berücksichtigen. Falsche Versprechungen sind unbedingt zu vermeiden.

Vielen Dank für das Gespräch!