Genaue Diagnostik

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Text von: redaktion

Vor allem Krebspatienten der Region haben jetzt einen Zugewinn bei der Diagnosestellung: Seit Anfang des Jahres 2010 steht ein neues, hochmodernes Untersuchungsgerät, ein PET-CT, in der Abteilung Nuklearmedizin der Universitätsmedizin Göttingen.

Es ist das einzige seiner Art in Südniedersachsen. Das „PET-CT“ ist eine Verbindung von Positronenemissionstomographie (PET) und der Computertomographie (CT).

Das Gerät bietet einen entscheidenden Vorteil in der bildgebenden Diagnostik, denn es werden damit zwei Untersuchungen gleichzeitig durchgeführt.

Das Ergebnis sind Fusionsbilder, die neben strukturellen Veränderungen des Körpers auch Vorgänge im Stoffwechsel darstellen.

Bis zu fünf Prozent mehr signifikante Befunde sind so möglich. Die PET ersetzt andere Diagnoseverfahren nicht, sie kann sie aber entscheidend ergänzen.

Bestimmte Krebsarten speichern vermehrt Traubenzucker. Durch das Spritzen von radioaktiven Zuckermolekülen lassen sich zum Beispiel noch sehr kleine Lymphknotenmetastasen mit der PET früher diagnostizieren als mit anderen bildgebenden Verfahren.

Weiterhin lassen sich durch den Einsatz der PET Voraussagen machen, ob eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung bei einem Patienten anspricht oder nicht.

Behandlungsstrategien können so besser an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.

Das Verfahren des PET-CT ist bei den Krankenkassen in Deutschland bisher keine Regelleistung und muss vom Patienten selbst getragen werden. Die Kosten für die Behandlung werden von den Krankenkassen bislang nur beim Bronchialkarzinom übernommen.

Wie hoch der Stellenwert des PET-CT ist und welche Anforderungen die verschiedenen Fachabteilungen an das diagnostische Verfahren haben, das wird in einem PET-CT-Symposium der Abteilungen Nuklearmedizin (Direktor: Johannes Meller) und der Diagnostischen Radiologie (komm. Direktor: Michael Knauth) erläutert werden.

Das Symposium findet statt am Samstag, 20. Februar 2010, im Hörsaal 542 im Universitätsklinikum Göttingen.

Namhafte Experten aus den Universitätskliniken Dresden, Hannover, Leipzig, München und Göttingen referieren über Fragen nach dem Stellenwert der Methode im gesamtklinischen Kontext bei ausgewählten Krankheitsbildern.