Gemeinsam strahlen

© NdarurinzeTopaz&moreDrawingCompany
Text von: redaktion

Ein neues Arbeitgeberlabel macht sich stark – für Unternehmen und die Region.

„Jedes einzelne Unternehmen aus diesem Projekt wird einen ganz unterschiedlichen Ansatz wählen, um seine Arbeitgebermarke bekannt zu machen. Aber nur, wenn wir uns gemeinsam nach außen als starke Marken in den Köpfen der Arbeitnehmer etablieren, wird sich für die gesamte Region ein positiver Effekt ergeben“, sagt Oliver Schulz von der Obermann Logistik GmbH in Osterode.

Der Geschäfts- und Personalleiter teilt diese Erwartungen mit 23 weiteren regionalen Unternehmen, die an dem im Februar gestarteten Projekt TOPAS – Top-Arbeitgeber Südniedersachsen teilnehmen.

Für Matthias Maring, Vorstandsassistent der Südniedersachsenstiftung und mitverantwortlich für das TOPAS-Projekt, ist strategisches Arbeitgebermarketing heutzutage ein Muss.

„Wir bewerben den Standort natürlich vor allem vor dem Hintergrund der Fach- und Führungskräfteakquise“, erklärt Maring die Intention.

Die Qualifizierung der regionalen Unternehmen und Institutionen im Bereich Employer Branding sieht er als Baustein zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und – weiterhin positiven – wirtschaftlichen Entwicklung Südniedersachsens.

TOPAS gehört ab sofort auch für das Göttinger IT-Unternehmen Sycor zu einem wichtigen Schritt, um sich „nach innen und außen als glaubwürdiger und attraktiver Arbeitgeber positionieren zu können“, erklärt Jennifer Emrich aus der Sycor-Personalabteilung den Grund für ihre Teilnahme.

Und auch Claudia Bölter, die bei der KWS Saat AG in Einbeck für das Corporate Employer Branding zuständig ist, nutzt die Workshop- Reihe, um sich auszutauschen und weiterzubilden, weiß sie doch um die Notwendigkeit: „Um nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, müssen Mitarbeiter langfristig gebunden und offene Positionen schnellstmöglich besetzt werden.“

Gemeinsam mit dem Projektpartner, der teneo Organisationsberatung, werden die Teilnehmer dazu ab sofort TOPAS-Standards erarbeiten.

Diese werden in einem Leitfaden zusammengefasst, welcher Eckpunkte und Vorgehensweisen eines erfolgreichen Arbeitgebermarketings aufzeigt sowie Handlungsempfehlungen gibt.

Kooperationspartner des Projekts sind neben dem faktor die IHK Hannover – Geschäftsstelle Göttingen, die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) und die Wirtschaftsförderung Region Göttingen (WRG).

Wie richtig Martin Rudolph, Leiter der IHKGeschäftsstelle Göttingen, liegt, wenn er den stetig wachsenden Stellenwert des Arbeitgebermarketings herausstellt, zeigt sich in der guten Resonanz, weshalb die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt wurden, die in parallelen Workshops die Inhalte erarbeiten.

Die fünfteilige Veranstaltungsreihe startete am 19. Februar 2013. Schwerpunkt des ersten Workshops, den Projektpartner teneo mit den Referenten Andrea Stöber und Bernd Fritz-Kolle leitete, war die Sensibilisierung der Teilnehmer für ein zielgerichtetes Employer Branding als Teil der eigenen Unternehmensstrategie und des strategischen Personalmanagements.

„Der Workshop bietet die Möglichkeit zur Selbstreflektion: Wo stehen wir? Was machen wir bereits richtig?“, sagt Michael Eisenberg, Hausleiter und Prokurist des Altenzentrums Luisenhof in Göttingen. Es gehe ihm nicht darum, das „Rad neu zu erfinden“, sondern um einen Gedankenaustausch, der die Marktposition der beteiligten Unternehmen festige.

Da waren sich die Teilnehmer einig.

Auch Steve Wery, Geschäftsführer des Autohauses Leinetal, möchte bei TOPAS weitere Ideen sammeln, um die „Unternehmensmarke nicht nur in Richtung unserer Kunden, sondern auch in Richtung der jetzigen und zukünftigen Mitarbeiter weiterzuentwickeln.“

In einer ersten Austauschrunde wurde deutlich, dass die teilnehmenden Unternehmen und Institutionen bereits zahlreiche Maßnahmen der Mitarbeiterfindung sowie -bindung realisieren.

Denkanstöße bezüglich der aktuellen eigenen Arbeitgeberattraktivität aus Innen- und Außensicht, zu angestrebten Zielen und der anschließenden Erfolgsmessung lieferten die Referenten zum Abschluss der Veranstaltung.

Diese Themen werden im folgenden Workshop weiter vertieft.

„Die Heterogenität der Teilnehmer vom Kreditinstitut über mittelständische Unternehmen bis zum Global Player bringt viele spannende Sichtweisen in die Arbeitsgruppen und schafft neue Synergien“, erklärt Matthias Maring.

Auch die zweite Teilnehmer- Gruppe ist bereits an den Start gegangen. Die weiteren Workshops finden jeweils bei einem der teilnehmenden Unternehmen statt. So werden die Gruppen u.a. die Räumlichkeiten der Göttinger Werkstätten, der KWS in Einbeck oder der Sycor am Standort Göttingen als Tagungsort nutzen.

Nach erfolgreichem Abschluss der Workshops am Ende des Jahres winkt den Teilnehmer das TOPAS-Zertifikat zum ,Top- Arbeitgeber Südniedersachsen‘, und somit verfügen diese Unternehmen über einen eigenen qualifizierten Employer-Branding-Manager im Haus.