Gegen Alzheimer und Demenz

© Swen Pförtner
Text von: redaktion

Das neue Forschungsgebäude des Institute for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) - Standort Göttingen hat ein Dach über dem Kopf erhalten.

Am Mittwoch feierten rund 80 Bauarbeiter und weitere Gäste das Richtfest in der Von-Siebold-Straße 3a. Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Stadtbaurat Thomas Dienberg waren zugegen.

Das Institute for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der Universitätsmedizin Göttingen und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) – Standort Göttingen werden in dem Neubau in enger Zusammenarbeit die Ursachen von Erkrankungen des Nervensystems, wie der Alzheimer-Demenz, erforschen und diagnostische Verfahren dafür entwickeln. Die Baukosten für das neue Forschungsgebäude in Höhe von rund 27,5 Millionen Euro trägt das Land Niedersachen.

Synergien für die Forschung durch gemeinsames Gebäude

Die Konzeption eines gemeinsamen Gebäudekomplexes für die Unterbringung von BIN und DZNE – Standort Göttingen schafft moderne Voraussetzungen, um die Gebäude- und Geräteinfrastruktur künftig synergetisch nutzen zu können. Die U-Form des Gebäudes steht als architektonisches Sinnbild für das Konzept: BIN und der DZNE- Standort Göttingen werden als eigenständige und für sich sichtbare Einrichtungen jeweils in einem der beiden Gebäudeflügel firmieren. ‚Kooperationsflächen‘ verbinden beide Gebäudeflügel. Hier entstehen Labore, Werkstätten, Lagerräume, Geräte- sowie Hörsaal- und Seminarräume. Sie stehen Forschern beider Einrichtungen gleichermaßen zur Verfügung. So muss keine Technik doppelt vorgehalten werden.

Bauweise: Energie effizient, nachhaltig, ökologisch

Insgesamt 3.443 Quadratmeter Nutzfläche stehen den Forschungseinrichtungen BIN und DZNE in dem 5-geschossigen Gebäude zur Verfügung. 54 Prozent der Fläche werden künftig vom BIN und 46 Prozent vom DZNE genutzt. Rund 200 einzelne Räume wird das neue Forschungsgebäude haben.

Die Architektur des neuen Forschungsgebäudes berücksichtigt städtebauliche Kriterien, die ökologische und nachhaltige Bauweisen sowie eine moderne Energieeffizienz einbeziehen. Das neue Gebäude wird eine massive Fassade aus Klinkersteinen haben, die als robust, langlebig und ökologisch nachhaltig gelten. Zudem lässt sich Klinker aus erneuerbaren Ressourcen herstellen und ökologisch recyceln.

Auf Nachhaltigkeit setzten die Planer auch in der Funktion. Das Gebäude wird über eine moderne und energieeffiziente Wärmerückgewinnung verfügen. Büroräume wurden auf die schattigen Ost- und Nordseiten des Gebäudes geplant. Damit können weitere Kühlleistungen eingespart werden.

Das neue Forschungsgebäude BIN/DZNE soll Anfang des Jahres 2016 bezugsfertig sein und dann feierlich eröffnet werden.