Fußabdruck – Verantwortung für die Zukunft

©Alciro Theodoro da Silva
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Das Familienunternehmen beckers bester aus Lütgenrode hat sich seinen CO2-Fußabdruck berechnen lassen und wurde für das Jahr 2015 als einer der ersten deutschen Fruchtsafthersteller als ,klimaneutrales Unternehmen‘ eingestuft.

Der CO2-Fußabdruck ist eine Maßeinheit für die Menge an Treibhausgasen, die durch eine Aktivität eines Einzelnen, eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produkts entsteht.

Neben Maßnahmen zur zukünftigen Reduzierung, soll nun auch der bereits entstandene Ausstoß von beckers bester kompensiert werden. Dies geschieht dadurch, dass im Sinne des Kyoto-Protokolls in Klimaschutzprojekte und erneuerbare Energieprojekte in Entwicklungsländern investiert wird.

Für faktor hat Geschäftsführer Sebastian Koeppel (Foto) auch seinen ganz persönlichen Abdruck gemessen. Hier ein Auszug aus seinem Fragebogen:

  1. Welchen Strom beziehen Sie?
    Ökostrom (übrigens auch bei beckers bester).
  2. Was machen Sie mit Ihren Elektrogeräten nach ihrem Gebrauch?
    Ganz unterschiedlich. Wenn möglich ausschalten. Videorekorder bleibt z.B. auf Stand By.
  3. Wie oft läuft in Ihrem Haushalt die Waschmaschine?
    Derzeit häufig, da wir ein fünf Wochen altes Baby zu Hause haben.
  4. Wie lange Stehen Sie pro Woche unter der Dusche (1x baden entspricht 30 Minuten duschen)?
    Unter 2 Stunden.
  5. Wie viel Geld geben Sie monatlich für Hygiene- und Kosmetikartikel aus?
    Ehrlich gesagt, habe ich keine Ahnung.
  6. Wie viel Müll produzieren Sie in einer Woche?
    Kann ich auch nicht genau sagen. Durch das Baby entsorgen wir viele Windeln.
  7. Welchen Abfall trennen Sie in Ihrem Haushalt?
    Wir trennen Papier, Glas und gelben Sack. Außerdem haben wir einen Komposthaufen und Hühner, so dass wir keinen organischen Müll haben.
  8. Wie oft essen Sie Fleisch?
    3-4x pro Woche. Wo es geht heimisches Wild.
  9. Kaufen Sie Lebensmittel aus biologischem Anbau?
    So viel und so oft es nur geht.
  10. Woher kommen die meisten Ihrer Lebensmittel?
    Je nachdem. Das meiste aus Deutschland. Ich käme nie auf die Idee, z. B. spanische Erdbeeren oder griechischen Spargel zu kaufen
  11. Wie viele Kilometer fahren Sie in der Woche durchschnittlich mit dem Auto (mitfahren zählt auch, aber Urlaubsreisen sind ausgenommen)?
    Berufsbedingt ist das schon eine ganze Menge. Das ist aber bei der Kompensation im Rahmen der CO2-Neutralität der Firma berücksichtigt und entsprechend kompensiert.
  12. Wie viele Kilometer fahren Sie pro Woche mit dem Rad?
    Seit ich in meiner Jugend einen recht schweren Radunfall hatte, ist das Rad nicht mein bevorzugtes Verkehrsmittel.

Sein ökologischer Fußabdruck ist 4,08 Hektar. Das bedeutet, dass Herr Koeppel mit seinem Fußabdruck 2,3 Erden benötigt.

Wie funktioniert diese Rechnung? Auf der Erde stehen den Menschen abzüglich aller Meere, Wüsten und unfruchtbaren Böden 8,3 Milliarden Hektar zur Verfügung. Das macht für das Individuum einen Fußabdruck von 1,78 Hektar. Es gibt aber auch einen sogenannten ‚kollektiven Fußabdruck‘, der den nationalen Ressourcenverbrauch für Infrastruktur bezeichnet. Dieser liegt in Deutschland schon über dem fairen Abdruck, wodurch es niemandem hier möglich ist tatsächlich  nur eine Erde zu brauchen.

Und wie groß ist Ihr Abdruck?

Finden Sie es heraus, unter: www.footprint-deutschland.de/inhalt/berechne-deinen-fussabdruck