Fusionsüberlegungen in Südniedersachsen

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Text von: redaktion

Die Stadt Göttingen beteiligt sich an einem Gutachten zur ergebnisoffenen Untersuchung aller denkbaren Organisationsformen und Strukturen für Südniedersachsen, wie es der Landkreis Northeim in Auftrag geben will.

Das hat Oberbürgermeister Wolfgang Meyer in einem Schreiben an den Northeimer Landrat Michael Wickmann erklärt, das auch den Landräten in Göttingen und Osterode übermittelt worden ist.

Unter Bezug auf das im Auftrag des Landes erstellte sogenannte „Hesse-Gutachten“ erscheine es nur konsequent, über eine Neugliederung des südniedersächsischen Raumes nachzudenken, meinte Meyer.

Das Gutachten hatte unter anderem ausgeführt, in den Landkreisen Northeim und Osterode/Harz seien die entwicklungspolitischen Spielräume eng, der Stabilisierungsbedarf dagegen hoch.

Eine Lösung der Probleme könne in einer Verantwortungsgemeinschaft liegen, in die der stärkere Nachbarkreis Göttingen und insbesondere das vergleichsweise starke gemeinsame Oberzentrum Göttingen als Zentrum des gemeinsamen Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraums integriert seien.

Das vom Northeimer Kreistag nun angestrebte Zusatzgutachten, das die Chancen und Risiken einer verstärkten Zusammenarbeit bis hin zur Fusion untersuchen soll, findet – so Meyer – deshalb die Unterstützung der Stadt. Das Gutachten sollte jedoch ergebnisoffen alle denkbaren Organisationsformen und Strukturen beleuchten.

Denkbar ist nach den Worten Meyers beispielsweise die Bildung einer Region Göttingen – Northeim – Osterode nach dem Vorbild der Region Hannover, in der die Stadt Göttingen einen Status vergleichbar dem der Landeshauptstadt Hannover besitzen müsse.

Der Göttinger Oberbürgermeister hat in dem Schreiben erklärt, die beteiligten Landkreise zu einem Gespräch einzuladen.