Fusion: Osteroder Bürgermeister favorisiert Südvariante

© D. Kühne
Text von: redaktion

Klaus Becker (parteilos), Bürgermeister der Kreisstadt Osterode am Harz, spricht sich in einem Schreiben vom 5. Juni an alle Mitglieder des Kreistages des Landkreises Osterode am Harz klar für vorrangige Fusionsverhandlungen zwischen den Landkreises Osterode, Northeim und Göttingen aus. Gespräche mit Goslar könnten als “Plan B“ parallel geführt werden.

Der Verwaltungschef lehnt auch das Bürgerbegehren der Initiative „Für Osterode“ ab. Es hat zum Ziel, Fusionsgespräche mit den Landkreisen Göttingen und Northeim zu beenden und mit diesen Landkreisen keine Fusion einzugehen. Damit wäre, so Becker, der Landkreis einer Alternative beraubt: „Das ist verhandlungstaktisch völlig unsinnig“.

In dem fünfseitigen Schreiben führt der Bürgermeister zahlreiche Argumenten an, die für die „Südvariante“ sprechen. Dazu zählen die in den letzten mehr als zehn Jahren Kooperationen und Verflechtungen in Südniedersachsen. Dies gelte z. B. für die Bundesanstalt für Arbeit, die Polizei, IHK, Abfallwirtschaft u. a. m.

„Die Netzwerke und Kooperationen sowie auch die Verbandsarbeit finden im südniedersächsischen Raum statt“, so Becker. Auch die Unternehmen orientierten sich in vielen Dingen am Oberzentrum Göttingen, wie es auch die Unternehmer Martin Hoff und Lars Obermann im „Harz-Kurier“ deutlich ausgedrückt hätten.

Mit einer Reihe von Wirtschaftsdaten begründet Becker, dass eine Orientierung des Arbeitsmarktes im südniedersächsischen Raum der nach Goslar vorzuziehen sei.

Er weist darauf hin dass eine Zusammenarbeit im Tourismus innerhalb des Harzes bereits jetzt erfolgt, für den Landkreis Osterode am Harz trotz anzustrebender Steigerung aber der Anteil des Tourismus am Bruttosozialprodukt gering ist.

Anlass des Schreibens ist die für den 11. Juni vorgesehene Entscheidung des Kreistages über den Fortgang der Fusionsverhandlungen.