Führungswechsel bei der SüdniedersachsenStiftung

Dr. Jochen Kuhl, ©SüdniedersachsenStiftung/Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Martin Rudolph, Leiter der Göttinger IHK-Geschäftsstelle, gibt den Vorstandsvorsitz der SüdniedersachsenStiftung zum 30. Juni 2021 ab. Zu seinem Nachfolger wählte der Stiftungsrat am Dienstag Jochen Kuhl. Der Geschäftsführer der Dr. Kuhl Unternehmensberatung aus Hardegsen verantwortet seit Mai 2018 die Themen Digitalisierung und Projektentwicklung im Vorstand der SüdniedersachsenStiftung.

Den Beschluss, die Bildungsregion Südniedersachsen zum Sommer dieses Jahres in die SüdniedersachsenStiftung zu integrieren, hatte der Stiftungsrat schon Ende 2019 gefasst. Nun wurde Bildung auch als Stiftungszweck in der Satzung verankert. Neben der Vernetzung von Bildungsangeboten sowie der Berufsorientierung schreibt diese auch explizit das Ziel fest, die Qualität von Bildung zu verbessern und die Wahrnehmung von Bildungsund Teilhabechancen zu ermöglichen.

Die Zuständigkeit für Bildungsthemen im Vorstand wird Carola Müller übernehmen. Neben der Geschäftsführerin der VHS Göttingen Osterode wählte der Stiftungsrat zum 1. Juli 2021 zwei weitere neue Vorstandsmitglieder: Tim Schneider hat seit 1. Januar 2020 die Geschäftsführung der Stiftung inne und wird diese künftig als Vorstandsmitglied ausüben. Carsten Schult, Partner bei Renneberg + Partner Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, wird den Bereich Finanzen verantworten.

Der stellvertretende Vorsitzende Jens M. Wellbrock wird nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit den Vorstand aus persönlichen Gründen verlassen. Der Geschäftsführer der Renneberg Consulting Unternehmensberatungsgesellschaft war für die Bereiche Finanzen und Personal zuständig und hat seinen Lebensmittelpunkt berufsbedingt in die Region Hamburg verlegt. „In den vergangenen vier Jahren konnte das Budget sowie die Anzahl der Mitarbeiter signifikant ausweitet werden – wichtige Faktoren für eine erfolgreiche Stiftungsarbeit“, bilanziert Hr. Wellbrock. „Mit viel Freude habe ich die Entwicklung der Stiftung hin zu einer professionellen Institution in Südniedersachsen mitgestalten dürfen.“

Weiterhin in dem dann sechsköpfigen Vorstand verbleiben Uwe Bangert, Geschäftsführer von Uwe Bangert Beratung und Beteiligung, mit den Schwerpunkten Gründungen, Stifterkontakte und Organisation sowie Lars Obermann, geschäftsführender Gesellschafter von Obermann Logistik, der für die Kontakte zu Regionalen Netzwerken zuständig ist.

„Die regionale Entwicklung hat in den vergangenen Jahren eine ganz neue Dynamik gewonnen. Dazu hat die SüdniedersachsenStiftung unter Führung von Dr. Rudolph maßgeblich beigetragen“, betont der künftige Vorstandsvorsitzende Jochen Kuhl und blickt voraus: „Jetzt gilt es, das Erreichte zu verstetigen und neue Potenziale zu erschließen – etwa über die erfolgreiche Bewerbung als Zukunftsregion und den Zusammenschluss mit der Bildungsregion.“

Rudolph hatte den ehrenamtlichen Vorstandsvorsitz im Mai 2018 übernommen. Bereits zuvor war er eng in die Stiftungsarbeit eingebunden – unter anderem im Stiftungsrat und Verwaltungsausschuss. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen Wechsel“, zieht der 63-Jährige Bilanz, „die Stiftung hat sich in den vergangenen drei Jahren inhaltlich, personell und finanziell sehr gut entwickelt. Wir haben mit unseren Partnern wichtige Projekte angestoßen und umgesetzt und die Südniedersachsenkonferenz als netzwerkübergreifende und lösungsorientierte regionale Plattform etabliert. Ich verlasse die Stiftung im Sommer mit großer Dankbarkeit an die vielen Persönlichkeiten, die mich im Vorstand, Stiftungsrat, den übrigen Gremien und im Team der Geschäftsstelle begleitet und unterstützt haben.“

Der Vorsitzende des Stiftungsrats, Landrat Bernhard Reuter, sieht den Vorstandswechsel mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Dr. Rudolph hat die Stiftung inhaltlich und organisatorisch weiterentwickelt. Alle drei Säulen – Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen – sind gestärkt und die Geschäftsstelle personell und strukturell ausgebaut. Die SüdniedersachsenStiftung ist ein zentraler Akteur in der Region, dafür steht Dr. Rudolph und deshalb schmerzt sein Rücktritt.“ Zugleich sei sein Wirken eine gute Basis für einen Nachfolger. „Mit Dr. Kuhl gewinnt der Stiftungsvorstand einen Vorsitzenden, der neue, zusätzliche Akzente setzen wird. Ich kenne ihn als erfahrenen Gestalter, bestens vernetzten Akteur und versierten Kommunikator. Die Person an der Spitze wechselt, die starke Persönlichkeit bleibt; als Stiftungsratsvorsitzender blicke ich mit Zufriedenheit zurück und mit Zuversicht voraus.“

Tim Schneider ergänzt: „Dr. Rudolphs Engagement für die Stiftung und unsere Region ist für uns alle im Stiftungsteam ein Vorbild. Er hat die kooperative Kultur der SüdniedersachsenStiftung nachhaltig geprägt und befördert.“