Frühjahrsbelebung fällt ins Wasser

Text von: redaktion

Die Zahl der Arbeitslosen in Südniedersachsen ist im Vergleich zum Vormonat leicht gesunken. Dabei fiel die saisonal übliche Belebung am Arbeitsmarkt aller-dings deutlich geringer aus, als aufgrund der durchschnittlichen Bewegungszahlen zu erwarten war.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit Göttingen waren im Mai im Agenturbezirk 16.698 Menschen arbeitslos.

Gegenüber April ging diese Zahl um 302 bzw. 1,8 Prozentzurück, gegenüber dem Vorjahresmonat war jedoch ein deutlicher Anstieg von 1.042 bzw. 6,7 Prozentzu verbuchen.

Klaus-Dieter Gläser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Göttingen, registriert mit Blick auf die Einstellungen einen verhaltenen Personalbedarf in den Betrieben.

„Wir verzeichnen derzeit eine spürbare Zurückhaltung der Arbeitgeber bei der Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Natürlich hat das mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation zu tun. Wir müssen aber auch sehen, dass viele Betriebe nach der Wirtschafts- und Finanzkrise Beschäftigung deutlich aufgebaut haben und zur Zeit keinen weiteren Bedarf haben. Hinzu kommt die ungünstige Witterung im bisherigen Jahresverlauf, so dass die übliche Frühjahrsbelebung bisher buchstäblich ins Wasser gefallen ist“, sagt Gläser.

Im Mai meldeten Betriebe und Verwaltung insgesamt 849 neue Stellen bei der Agentur für Arbeit, 178 bzw. 17,3 Prozentweniger als im Vorjahresmonat.

Davon waren 714 Angebote sozialversicherungspflichtig, 147 weniger als im Mai 2012. Insgesamt konnten Arbeitslose in Südniedersachsen unter 1.978 gemeldeten Stellen auswählen. Gegenüber dem Vorjahresmonat ging die Zahl um 168 bzw. 7,8 Prozent zurück.