Frauen in Führung 2.0

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Text von: Elena Schrader

Mentoring-Programm der Volkshochschule Göttingen setzt neue Maßstäbe.

„Fit für Führungspositionen“ – mit diesem Ziel waren Anfang des Jahres 2011 die ersten 34 weiblichen Nachwuchsführungskräfte angetreten, die am Projekt ‚Frauen in Führung 2.0‘ der Volkshochschule Göttingen teilnahmen.

„Sie alle haben die Seminarreihe mit Erfolg abgeschlossen“, verkündet Isabella Wolter stolz, die gemeinsam mit Bärbel Okatz und Britta Skaliks das Projekt koordinierte, welches 2013 bereits zum dritten Mal großen Anklang fand.

Das Programm rückte allerdings nicht nur weibliche Nachwuchsführungskräfte in den Fokus. Auch Unternehmen konnten teilnehmen und sich in Fragen der betrieblichen Personalentwicklung beraten lassen – ein Angebot, das rege genutzt wurde. „Wir haben sowohl Unternehmen als auch Einrichtungen weiterführende Informationen geben können, die sie dann in eigene Mentoring- Programme und Inhouse-Seminare für ihre weiblichen Führungskräfte umgesetzt haben“, erzählt Projektleiterin Wolter.

Die Teilnehmerinnen absolvierten gemeinsam ein praxis orientiertes Programm bestehend aus individuellem Mentoring sowie Seminaren und Workshops. Im Rahmen der Förderung wurde jede Nachwuchskraft von jeweils einem Mentor bzw. einer Mentorin betreut, um persönliche Fragestellungen zu besprechen.

Okatz berichtet: „Sowohl im Einzelgespräch als auch bei den Gruppentreffen haben Mentorinnen, Mentoren und Vorgesetzte von der gemeinsamen Weiterbildung profitiert.“ Ein Mentor der ersten Stunde, der bereits zum wiederholten Mal teilnimmt, ist Hans Peter Paulsen, Leiter Geschäftsentwicklung/ Business Development/Innovation-Management bei ContiTech: „Die Arbeit als Mentor war von Anfang an spannend und lehrreich.“ Positiv bewertet er vor allem den Dialog mit seinen Mentees. „Es hat sich sehr schnell eine gute Zusammenarbeit mit gegenseitigem Respekt entwickelt.“

Ähnliches berichtet auch Heike Klankwarth, Vorstandvorsitzende der Wohnungsbaugesellschaft Volksheimstätte eG, die zum zweiten Mal als Mentorin dabei ist: „Die gemeinsame Arbeit ist stets ein Austausch ‚auf Augenhöhe‘ gewesen und insgesamt eine bereichernde Erfahrung.“ Auch für Achim Bangel, Personalleiter der Robert Bosch GmbH, Göttingen, war es eine ,Win-win-Situation‘, bei der ein gegenseitiger Lernprozess stattgefunden habe, von dem beide Seiten profitierten.

Karin Ruck, Vorstandsassistentin und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Volksheimstätte eG, berichtet über ihre Arbeit als Mentorin: „Diese Aufgabe ist einfach faszinierend. Vom gegenseitigen Kennenlernen, Eintauchen in die Aufgabe, Üben, Ausprobieren, Diskutieren bis zum Feedback der Projektarbeit – das war prima.“

Auch in Zukunft wird sich die Volkshochschule für weibliche Nachwuchsführungskräfte einsetzen. 2014 soll erneut ein Mentoring- Programm starten. Interessierte Nachwuchsführungskräfte und Mentor/innen können sich mit der Volkshochschule in Verbindung setzen.