Fotografin Anja Niedringhaus in Afghanistan erschossen

Text von: redaktion

Pulitzerpreisträgerin und Kriegsberichterstatterin Anja Niedringhaus wurde am 4. April in Ost-Afghanistan erschossen. Der Angriff soll sich in den Räumlichkeiten einer Polizeistation ereignet haben. Niedringhaus arbeitete unter anderem für das Göttinger Tageblatt.

Nach Polizeiangaben wurde Anja Niedringhaus in den frühen Morgenstunden von einem Polizisten erschossen worden und sei direkt ihren Verletzungen erlegen. Ihre Kollegin Journalistin Kathy Gannon wurde schwer verletzt und in ein örtliches Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall ereignete sich in einer afghanischen Kleinstadt nahe der pakistanischen Grenze. Niedringhaus arbeitete dort für die US-Agentur Associated Press (AP) und berichtete schon viele Jahre aus Kriegsgebieten. Gannon und Niedringhaus waren derzeit in dem Krisengebiet unterwegs, um von der anstehenden Präsidentenwahl am 5. April zu berichten.

Niedringhaus wurde 1965 in Höxter geboren, studierte an der Georg-August-Universität Göttingen und arbeitete beim Göttinger Tageblatt. 2002 wechselte sie zu AP und berichtete unter anderem aus Jugoslawien, Israel und Pakistan. 2005 gewann sie mit einem Fotografenteam von AP den Pulitzerpreis für die Berichterstattung aus dem Irak in der Kategorie ‚Breaking News‘. Sie wurde 48 Jahre alt.

Artikel über Anja Niedringhaus, veröffentlicht im faktor Winter 2007/2008: https://www.faktor-magazin.de/der-direkte/