Forum für Ideen – und Wissenschaft

© W. Beisert
Text von: redaktion

Auf Einladung der WRG trafen sich am 28. Februar 2011 rund 140 Unternehmer und Wissenschaftler im Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität Göttingen. Der Schwerpunkt des Abends lag auf den Serviceleistungen der Universität für Unternehmen und dem Gedankenaustausch.

Zunächst gab Landrat Schermann einen Einblick in die Entwicklung der nächsten Monate. Ziel ist es die Region Göttingen zu einer Innovationsregion auszubauen, betonte er. Wesentliche Elemente sind das Forum für Ideen und der Innovationspreis des Landkreises Göttingen.

Ulrike Beisiegel, seit Januar 2011 neue Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen, stellte in einem Impulsvortrag die Möglichkeiten der Universität zur Wissensvermittlung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft dar.

Die letzten Jahre hat sie in Hamburg gute Erfahrungen mit der Vernetzung von Wirtschaft und Forschern gemacht. Interessante Projekte könnten auch in Göttingen gescoutet werden, um dafür in der Wirtschaft Bedarfe zu wecken.

Darüber hinaus wären auch ppp-Projekte in Göttingen denkbar oder die Entwicklung von Ausbildungsmodulen zusammen mit der Wirtschaft.

Die Universität Göttingen mit ihren Servicestellen, wie z.B. der Technologietransferstelle, der MBM Science Bridge GmbH oder dem KMU-Netzwerk der Göttinger Graduiertenschule Gesellschaftswissenschaften, sind gut eingebettet in der Region.

Wie Wissenstransfer konkret aussehen kann, darüber berichtete Jens-Peter Horst, Geschäftsführer von MBM Science Bridge, im Interview mit WRG-Prokuristin Stefanie Kleine.

MBM ist eine ausgegründete Technologietransfereinrichtung der Georg-August- Universität sowie die Patentverwertungsagentur im Rahmen des Kooperationsverbundes niedersächsischer Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

Sie hilft Unternehmen, sich im universitären Dschungel zu orientieren und sorgt auf der anderen Seite dafür, dass Innovationen aus Hochschulen Partner aus der Wirtschaft gewinnen. Hier appellierte Horst an die anwesenden Unternehmer, die eigenen Interessen zu kommunizieren.

In einer kleinen Podiumsdiskussion stellten sich Ulrike Beisiegel, Reinhard Schermann und Jens-Peter Horst den zahlreichen Fragen aus dem Publikum. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, die Hemmschwellen auf beiden Seiten abzubauen und kurze Wege zu schaffen.

Göttingen hat eine reichhaltige Wissenslandschaft mit der Universität, der HAWK, der privaten Fachhochschule Göttingen, der DLR und den Max-Planck-Instituten. Mit dem gegenseitigen Kennenlernen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft kann Vertrauen und damit eine funktionierende Kooperation aufgebaut werden.

Zum Abschluss stellte WRG-Prokuristin Stefanie Kleine eine weitere Möglichkeit dar, Innovationen aus der Wissenschaft oder Wirtschaft sichtbar zu machen. Beim Innovationspreis des Landkreises Göttingen werden alle Innovationen veröffentlicht. Eine Teilnahme ist bis zum 1. Mai 2011 unter www.innovationspreis-goettingen.de möglich.