Forschungsvorhaben zur Bewertung von Innovationsprojekten

Text von: redaktion

Im Rahmen eines neuen Forschungsprojekts entwickeln Göttinger Wirtschaftswissenschaftler ein mehrdimensionales Bewertungsverfahren, mit dem Unternehmen ihre Innovationsprojekte unter ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien beurteilen können.

„Entscheidungen über die Durchführung von Innovationsprojekten hängen bislang häufig ausschließlich von der ökonomischen Bewertung von Chancen und Risiken ab. Um die Nachhaltigkeit von Projekten zu fördern, müssen jedoch auch soziale und ökologische Einflussfaktoren systematisch in die Entscheidung einbezogen werden“, so der Leiter des Forschungsvorhabens Klaus Möller.

Ziel der Wissenschaftler um den Betriebswirtschaftler und den Volkswirt Kilian Bizer ist es, die Wirkungen dieser weichen Faktoren quantifizierbar und damit rechenbar zu machen, alle Kriterien in einem Entscheidungsmodell zusammenzuführen und einen Leitfaden zu entwickeln.

In das Forschungsvorhaben fließen auch Erfahrungen von Partnern aus der Industrie ein, bei denen beispielhafte Produkte und Dienstleistungen bewertet werden.

Zu ihnen gehören unter anderem die Festo AG & Co. KG, die Dienstleistungen zur Optimierung der Energieeffizienz von Produktions- und Automatisierungsanlagen anbietet. Zudem wird mit der Sartorius AG aus Göttingen im Bereich von Laborausstattungen zusammengearbeitet.

Das Forschungsvorhaben „Nachhaltigkeitsorientierte Bewertung von Innovationsprojekten“ ist an der Professur für Unternehmensrechnung und Controlling sowie an der Professur für Wirtschaftspolitik und Mittelstandsforschung angesiedelt.

Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für einen Zeitraum von zwei Jahren mit Mitteln in Höhe von knapp 193.000 Euro aus dem Programm „Innovationspolitische Handlungsfelder für die nachhaltige Entwicklung“ gefördert.