Forschung zum Anfassen

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Die Universität Göttingen hat die Berliner Agentur 'Die Exponauten' mit der Ausarbeitung des bereits vorliegenden Grobkonzeptes für das Forum Wissen beauftragt.

Das Team der Agentur wird ergänzt durch die interne Expertise aus der Zentralen Kustodie. Möglich geworden ist dieser entscheidende Schritt durch die vielen Förderer des Forum Wissen. „Ich danke allen, die unser Projekt unterstützen. Wir schaffen ein offenes Haus, das alle einlädt, Wissenschaft zu erleben“, betont Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen.

Das Konzept ‚Räume des Wissens‘ bildet die Basisausstellung des neuen Göttinger Wissensmuseums, das Ende 2019 an der Berliner Straße 28 eröffnet wird. Für diese Ausstellung und die anderen Komponenten des Forum Wissen wird das Zoologische Institut im kommenden Jahr umgestaltet. Schon jetzt beginnt unter der Leitung des Erfurter Architekturbüros ‚Gildehaus. Partner‘ der Rückbau des Hauses, um den originalen Zustand von 1877 annähernd wiederherzustellen. Damals beherbergte der Bau das Naturhistorische Museum der Universität Göttingen. „An diese akademische Tradition knüpfen wir an und schaffen zugleich etwas ganz Neues“, so Marie Luisa Allemeyer, Direktorin der Zentralen Kustodie. Das Forum Wissen verbindet Forschung und Lehre, Ausstellung und Dialog. „Wir sind glücklich, dass wir mit Joachim Baur einen erfahrenen Ausstellungsmacher gewinnen konnten; sein Konzept hat uns alle überzeugt“, hebt Allemeyer hervor.

Joachim Baur wird gemeinsam mit Charlene Lynch und Mira Frye von der Agentur ‚Die Exponauten‘ die Basisausstellung im Forum Wissen kuratieren. Dem Team gehören auch Marie Luisa Allemeyer, Judith Blume und Karsten Heck von der Zentralen Kustodie an.

„Ich freue mich außerordentlich“, so Baur. Zugleich hebt er die Herausforderung hervor: „Unser Anspruch ist es, die vielfältigen Sammlungen der Universität Göttingen zum Strahlen zu bringen und wichtige Diskussionen anzustoßen – über die Grundlagen und die gesellschaftliche Rolle von Wissenschaft, in der Vergangenheit, vor allem aber auch in der Gegenwart und Zukunft. Eine solche Auseinandersetzung scheint mir heute wichtiger denn je. Die verschiedenen Wissens-Räume, die unser Konzept vorsieht, werden wir dabei so anlegen, dass für möglichst alle etwas dabei ist – für Klein und Groß, Experten und das breite Publikum.“

Auch regionale Unternehmen, Privatspender und Stiftungen sehen im Forum Wissen einen Publikumsmagneten. Sie unterstützen das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro. Darunter sind 500.000 Euro von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Göttingen. Zu den weiteren Förderern gehören die Otto Bock HealthCare GmbH, AKB Stiftung, KWS Saat SE, Sartorius AG, Symrise AG, tedox KG, Stiftung Niedersachsen, Thimm Group GmbH & Co. KG und Mahr GmbH.