Forschung für langlebige Investitionsgüter

© Rolls-Royce Deutschland/DLR
Text von: redaktion

Das Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen beteiligt sich an einem neuen Sonderforschungsbereich mit dem Titel “Regeneration komplexer Investitionsgüter“.

Der neue Sonderforschungsbereich ist am Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik der Leibniz Universität Hannover federführend angesiedelt und wird von der DFG mit 10 Millionen Euro für zunächst vier Jahre gefördert. Das DLR beteiligt sich mit etwa 650.000 Euro an dem Projekt.

Ziel der Forscher ist es, die Lebensdauer sogenannter komplexer Investitionsgüter wie Windkraftanlagen, Werkzeugmaschinen oder Kraftwerkturbinen zu erhöhen.

„Das werden wir am Beispiel von Flugzeugtriebwerken untersuchen“, sagt Ingo Röhle, Leiter der Abteilung Turbine im DLR Göttingen.

Der Anteil verschrotteter Komponenten bei den Investitionsgütern gilt als sehr hoch. Zudem existieren nur wenige, zumeist unflexible Reparaturverfahren, und Erkenntnisse aus der Produktneuentwicklung fließen in die Regeneration kaum ein.

„Konkret wollen wir in Göttingen untersuchen, welche Auswirkungen Schäden und Reparaturen auf die Leistung von Flugzeugturbinen haben“, erklärt DLR-Turbinenforscher Clemens Buske.

Dazu wird eine beschädigte mit einer normalen Turbine verglichen. Zunächst geschieht dies in Experimenten im Windkanal. „Daraus erstellen wir dann eine Computersimulation, um Vorhersagen zu ermöglichen.“

Flugzeug-Wartungsbetriebe können mit solchen Simulationen künftig besser entscheiden, wann welche Reparatur sinnvoll ist. Außerdem lässt sich in der Simulation auch das Gesamtsystem betrachten: Wenn etwa einzelne Turbinenschaufeln ersetzt werden müssen, lässt sich ermitteln, wie hoch die Einsparung an Kerosin ist und wie stark damit die Umwelt entlastet werden kann.

Das Ergebnis sind Ressourcenschonung, Zeitersparnis, Qualitätsgewinn.