Forschung erleben, Wissen erproben

© Alciro Theodoro da Silva
Text von: redaktion

Frühaufsteher oder Langschläfer – welcher Chronotyp bin ich? Was fasziniert uns an Hieroglyphen? Wer oder was ist LUCA (Last Universal Common Ancestor)?‘ Am 17. Januar 2015, in der zweiten ,Nacht des Wissens‘, werden all diese Fragen beantwortet.

Die universitären und außeruniversitären Einrichtungen des Göttinger Campus präsentieren sich in dieser Nacht mit mehr als 230 Veranstaltungen an über 20 Standorten. Von 17 bis 24 Uhr werden Science Slams, Vorträge, Mitmachaktionen, Führungen, Workshops, Filme, Experimente und interaktive Präsentationen angeboten. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit unseren Partnern am Göttingen Campus alle Interessierten zur zweiten Nacht des Wissens einladen zu können“, sagt Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel.

„Die vielen Besucherinnen und Besucher bei der ersten Nacht des Wissens haben gezeigt, dass ein großes Interesse an der Wissenschaft und an einem Blick in die Einrichtungen des Göttinger Campus besteht.“ Interessierten jeden Alters bietet die Nacht des Wissens ein vielfältiges Programm, das sich auf fünf Bereiche im Stadtgebiet konzentriert: den Nordcampus, den Zentralcampus, das Klinikum, die Innenstadt sowie die Südstadt. Alle Veranstaltungsorte sind durch einen kostenlosen Bus-Shuttle miteinander verbunden. Der Eintritt ist überall frei.

Auf dem Nordcampus präsentiert sich das im Mai 2014 neu eröffnete Max-Planck- Institut für Sonnensystemforschung erstmals der interessierten Öffentlichkeit. Vier Göttinger Max-Planck-Institute geben hier Einblicke in ihre naturwissenschaftliche Forschung und laden dazu ein, die Weiten des Weltalls ebenso zu ergründen wie den Nanokosmos lebender Zellen.

Im Zentralen Hörsaalgebäude am Platz der Göttinger Sieben 5 veranstalten universitäre und außeruniversitäre wissenschaftliche Einrichtungen Mitmachaktionen, wie zum Beispiel einen Schreibtypentest oder eine Entdeckungsreise ins Reich der Sinne, halten Vorträge und zeigen Filme zu Themen, die in Göttingen erforscht werden. Zudem finden hier Beratungsangebote rund um das Thema Studium statt. Außerdem gibt es ein umfangreiches Bühnenprogramm mit Podiumsdiskussionen und kulturellen und musikalischen Angeboten: von der Hip Hop Dance Academy oder der Gruppe Flooot bis hin zu Darbietungen von Studierendenvereinigungen aus Indonesien, China und Indien.

Im Universitätsklinikum kann die Medizin von ihren unterschiedlichsten Seiten kennengelernt sowie viel Wissens- und Beachtenswertes rund um das Thema Gesundheit erfahren werden. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) öffnet seine Türen ebenso wie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK).

In der Innenstadt laden die universitären Sammlungen und der Alte Botanische Garten zum Besuch ein. „Wissenschaftsnächte stoßen überall auf große Resonanz“, sagt die Projektkoordinatorin Regina Lange, und ihre Kollegin Karin Klenke ergänzt: „Anschaulich und allgemein verständlich erfahren alle Interessierten viel Wissenswertes, Aufschlussreiches und Spannendes aus den Bereichen Forschung und Lehre. Hautnah sind diese Einblicke nicht zuletzt deshalb, weil sie direkt an den Forschungsstätten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stattfinden.“