Fokus auf eine neue Strategie

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Text von: Tobias Kintzel

Die SüdniedersachsenStiftung besteht mittlerweile seit über zehn Jahren. In dieser Zeit hat sie sich zu einer erfolgreich operierenden Kommunikations- und Umsetzungsplattform zukunftsweisender, wirtschaftsnaher Themenstellungenentwickelt, unterstützt und gefördert von einer Vielzahl regionaler Unternehmen und Institutionen.

Gesteuert werden ihre Aktivitäten von einem 21-köpfigen Stiftungsrat, der ein breites Spektrum führender Persönlichkeiten der Region abbildet: die Geschäftsführer bedeutender Unternehmen und Verbände, die Repräsentanten der Hochschulen und die politischen Vertreter der beteiligten Landkreise und der Stadt Göttingen. Aus den zahlreichen Projekten hervorzuheben sind zuerst die laufenden – und ausgezeichneten – Aktivitäten im Bereich des Regionalmarketings geniusgöttingen, wie z.B. TOPAS – Top- Arbeitgeber Südniedersachsen, der Guide-Service oder der jährliche Messeauftritt im niederländischen Utrecht zur Anwerbung von Arbeitskräften (Informationen unter www.geniusgoettingen.de). Darüber hinaus hat sich die SüdniedersachsenStiftung jüngst auf die Entwicklung und Umsetzung einer langfristigen regionalökonomischen Strategie fokussiert: Südniedersachsen zu einer ,Innovationsregion‘ entwickeln, ist das erklärte Ziel. Angestoßen durch den Stiftungsrat, wurde das Strategiepapier durch einen Kreis regionaler Autoren aus den Landkreisen Göttingen, Northeim, Osterode am Harz, Goslar, Holzminden und der Stadt Göttingen in den vergangenen 18 Monaten formuliert.

Nun sollen gesteckte Ziele angegangen und erste Maßnahmen umgesetzt werden, im Mittelpunkt steht dabei der ,SüdniedersachsenInnovationscampus‘ (SNIC). Die Handlungsfelder des Strategiepapiers können nur unter breiter Beteiligung der Akteure aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft erfolgreich umgesetzt werden – da ist sich der Vorstand der SüdniedersachsenStiftung einig. Die gebotenen Chancen des Südniedersachsenprogramms der Landesregierung müsse die Region dafür gezielt nutzen. „Großes Entwicklungspotenzial sehen wir vor allem in der besseren Verzahnung von regionaler Wissenschaft und Wirtschaft“, so Stiftungsratsmitglied und Projektleiter der SNIC-Studie, Kilian Bizer von der Universität Göttingen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse könnten besser am Standort genutzt werden, sei es durch die (Aus)-Gründung von Start-ups oder die Verwertung der Erkenntnisse in den regionalen Unternehmen. Andererseits könnte ein einfacher und strukturierter Zugang zu Hochschulen und wissenschaftlicher Expertise ein Turbo für die Wirtschaft sein. Die Funktion einer stärkeren Vernetzung der bereits vorhandenen Angebote soll der SüdniedersachsenInnovationscampus (SNIC) leisten und daraus sowie aus neuen Projektbausteinen und der konsequenten Weiterentwicklung guter Ansätze einen regionalen Mehrwert schaffen.

Die Machbarkeitsstudie zum SNIC ist bereits unter Federführung der Universität Göttingen angelaufen. Unterstützt wird das Projekt durch enge Zusammenarbeit mit der SüdniedersachsenStiftung, der HAWK, der TU Clausthal und der PFH Göttingen sowie dem Institut für Mittelstand und Handwerk, der Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover, der Handwerkskammer Hildesheim – Südniedersachsen, den Landkreis Göttingen, die Stadt Göttingen und den Wirtschaftsförderungsgesellschaften WRG und GWG.