Flüchtlinge integrieren: IHK Hannover wirbt für Praktika und Ausbildungsplätze in Unternehmen

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Mit einem Brief haben sich jetzt der Präsident der IHK Hannover, Christian Hinsch, und Hauptgeschäftsführer Horst Schrage an die ausbildenden Unternehmen im IHK-Bezirk gewandt, um betriebliche Praktika und Ausbildungsplätze für Flüchtlinge einzuwerben.

Viele der Schutz suchenden Menschen werden für längere Zeit oder für immer in Deutschland bleiben.


„Wir stehen jetzt vor der großen Herausforderung, diese Menschen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren. Uns ist klar, dass dies nicht von heute auf morgen gelingen wird, sondern wir vielmehr eine langjährige und anspruchsvolle Aufgabe vor uns haben“, sagt Günter Hirth, Abteilungsleiter Berufsbildung bei der IHK Hannover.


 

Die IHK Hannover möchte mit ihrem Aufruf besonders den jungen Flüchtlingen eine berufliche Perspektive durch eine qualifizierte Berufsausbildung bieten. Rund ein Viertel der Asylbewerber ist in einem ausbildungstypischen Alter zwischen 16 und 25 Jahren. „Wir wissen durch erste Rückmeldungen aus Unternehmen und berufsbildenden Schulen, dass die meisten dieser jungen Flüchtlinge viel Engagement und Lernbereitschaft mitbringen“, erläutert Hirth. Auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die schon jetzt dazu führt, dass jedes dritte Unternehmen nicht alle Ausbildungsplätze besetzen kann, ist es sinnvoll, den jungen Flüchtlingen berufliche Perspektiven zu bieten.


Voraussetzung dafür ist das Erlernen der deutschen Sprache.


Viele der jungen Flüchtlinge durchlaufen derzeit spezielle Berufsschulangebote – das Berufsvorbereitungsjahr für Ausländer oder sogenannte Sprint-Klassen im Rahmen eines Modellprojekts des Kultusministeriums, die sie auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorbereiten.

Unternehmen, die in diesem oder dem nächsten Jahr Plätze für Einstiegsqualifizierungen oder Ausbildungsplätze für Flüchtlinge zur Verfügung stellen möchten, sollten diese jetzt an die IHK Hannover melden. Die IHK wird mit ihren Partnern vor Ort, insbesondere den Berufsschulen sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern helfen, dass die Jugendlichen, die über hinreichende Sprachkenntnisse verfügen und ausbildungsreif sind, vermittelt werden können.

Ansprechpartner ist Tahsin Tozo. Seit Beginn des Jahres verstärkt der 29-jährige Syrer die IHK Hannover.

Kontakt: Tel. 0511/3107-536, tozo@hannover.ihk.de.

Freie Plätze können Unternehmen auch über die IHK-Website melden: www.hannover.ihk.de, Dok.-Nr. 031666708.