Filmkunstfreunde Göttingen e.V. gegründet

© Niklas Richter
Text von: redaktion

Zahlreiche Kino-Fans haben den Verein “Filmkunstfreunde Göttingen e.V.“ gegründet, um dem Göttinger Kino Cinema bei der Suche nach einer neuen Adresse sowie nach Sponsoren und möglichen Kooperationspartnern zur Seite zu stehen.

Als die Bilder laufen lernten, waren die Kinos aus dem Göttinger Kulturleben nicht wegzudenken: Sie trugen klangvolle Namen wie Eden, Capitol oder Kammerspiele.

Nach 1945 kamen weitere Filmtheater dazu, darunter das Casino, die Neue Filmkunst, die Kurbel, das Cinema. Großes Kino als Illusionsmaschine und als Kraftwerk der Gefühle erlebte seine Glanzzeit.

Bis das Kinosterben einsetzte. Das Cinema ist als einziges Kino in der City übriggeblieben. Seit 1963 ist hier Filmkunst zu sehen – vom Film Noir, über den Italo-Western bis zu aktuellen Produktionen jenseits des Mainstreams.

Doch nun ist die „Filmstadt Göttingen“ gerade dabei, ihr Lichtspieltheater in der Innenstadt zu verlieren. Nach dem Eigentümerwechsel in der Weender Straße 58 ist Sandra Kirchner, die Betreiberin des Cinema gezwungen, die Räume zum 31. Januar 2011 aufzugeben.

Und wie man hört, wird auch das Stern-Theater Anfang des kommenden Jahres seine Türen schließen. Darüber hätte selbst der Komiker Heinz Erhard, der in Göttingen viele Filme gedreht hat, seinen sonnigen Humor verloren.

Angesichts dieser Misere haben sich zahlreiche Kino-Fans gefunden, um den Verein „Filmkunstfreunde Göttingen e.V.“ zu gründen.

Wer sich angesprochen fühlt, zur Erhaltung des Cinema an einem neuen Ort beizutragen, oder wer geeignete Räumlichkeiten vermieten kann, sollte per E-Mail Kontakt aufnehmen.