Film über Anja Niedringhaus

Anja Niedringhaus © Picture Alliance/Associated Press
Text von: redaktion

Das ZDF verfilmt das Leben der 2014 verstorbenen Anja Niedringhaus. Die Fotojournalistin kam bei einem Anschlag in Afghanistan um. Der Film wird sich aus Spielfilm- und Dokumentarteilen zusammensetzen.

Fünf Jahre nach ihrem Tod wird die Fotografin Anja Niedringhaus vielfach geehrt: mit Ausstellungen, einem Fotopreis und einem Doku-Drama im ZDF. Niedringhaus, die in Höxter geboren wurde und aufwuchs, arbeitete an den Brennpunkten dieser Welt. So in vielen militärischen Auseinandersetzungen, dem Balkankrieg, im Irak, in Libyen, Israel und Palästina und vor allem in Afghanistan. Aber auch bei sport­lichen Großereignissen wie den Olympischen Spielen, Leichtathletik-Weltmeisterschaften und jährlich beim Tennisturnier in Wimbledon.

Sonya Winterberg und Roman Kuhn arbeiten in dem Film das Leben unter dem Titel ‚Die Bilderkriegerin‘ der Fotografin auf. Verkörpert wird Niedringhaus durch die Schauspielerin Antje Traue. Sie durchlebt das Leben von einer Anfänger-Fotografin hin zu einer der besten Fotojournalistinnen weltweit.

In den annähernd 20 Jahren als Agenturfotografin gelangten ihre Aufnahmen auf die Titel­seiten der Tages- und Wochenpresse in aller Welt. Dabei gab es Zeiten, zu denen ihre Fotos auf drei Viertel aller Tageszeitungen abgedruckt wurden. Schließlich habe sie den Blick in der Kriegsfotografie dauerhaft auf Zivilisten und Opfer gelenkt: „Ihr Blick wandte sich stets dorthin, wo das Leid war, ohne dabei je exhibitionistisch oder reißerisch zu sein.“