Familienunternehmer schaffen “Arbeitsplatz“

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Text von: redaktion

Aus ganz Deutschland reiste der Verband der Familienunternehmer- ASU nach Berlin und forderte, dass Deutschland mehr Arbeitsplätze für Wachstum und soziales Gleichgewicht brauche. Diese könnten nach Ansicht der Unternehmer durch weniger staatliche Belastungen erreicht werden.

Am Freitag vor dem 1. Mai ging ein Bild durch weite Teile der deutschen Presse: der Paris Platz vor dem Brandenburger Tor wurde umgetauft in „Arbeitsplatz“. Hinter dem Straßenschild waren übergroße rote Stühle zu sehen, noch unbesetzt. Das Bild der dpa erschien in vielen Zeitschriften im Zusammenhang mit dem neuesten Bericht der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitsmarktlage. Das neue Straßenschild stammt hingegen aus der Demonstration von „Die Familienunternehmer-ASU“ zum Tag der Arbeit.

Mehr Arbeitsplätze könnten nach Ansicht der Familienunternehmer-ASU geschaffen werden, wenn sie nicht durch staatliche Belastungen, wie steigende Lohnzusatzkosten, Besteuerung von Eigenkapital, unflexibles Arbeitsrecht und unzureichende Ausbildung blockiert werden. „Die mittelständischen Familienunternehmer tragen ganz wesentlich zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen bei“, so Ulrich Herfurth, Landesvorsitzender von Familienunternehmer-ASU in Niedersachsen.

Familienunternehmen stellen 60 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland, insgesamt 15 Millionen, dabei haben sie seit 2007 die Zahl der Arbeitsplätze um 1,6 Millionen erhöht und in der Finanzkrise gehalten. Herfurth ist überzeugt: „Dies liegt zum einen daran, dass Familienunternehmen in der Regel bereits schlank aufgestellt sind und kaum auf Mitarbeiter verzichten können, zum anderen ist die Bindung zu Mitarbeitern und die soziale Verantwortung in der Region bei Familienunternehmern oft besonders hoch“.

Der neue „Arbeitsplatz“ in Berlin durfte den Titel für die Dauer von drei Tagen tragen, danach wurde er wieder zum Pariser Platz. „Ansonsten haben unsere Arbeitsplätze durchaus länger Bestand“ meinte Herfurth schmunzelnd mit Blick auf die Erholung der Wirtschaftslage.