faktor Redaktionsbeirat

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Text von: redaktion

Matthias Schumann (49) sagt über sich selbst, dass er ein „atypisch“ vernetzter Professor sei. Und damit hat er sicherlich Recht.

Schon seit 1991 ist Schumann in Göttingen als Professor für Anwendungssysteme und E-Business am Institut für Wirtschaftsinformatik der Georg-August-Universität tätig. Von April 2001 bis März 2005 war er zudem Vizepräsident der Universität. „In dieser Zeit war ich am Anschieben und Mitgestalten vieler regionaler Projekte beteiligt. Noch heute bin ich Vertreter der Uni in der Südnieder sachsenStiftung“, erklärt Schumann. „So habe ich ein Netzwerk im universitären und politischen Umfeld aufgebaut.“ Da er neben der Grundlagenforschung schon immer ein Anhänger einer anwendungsorientierten Wissenschaft war und noch heute ist und neben der theoretischen Forschung immer den „Reiz der praktischen Umsetzung“ sucht, betreibt Schumann konsequent den Kontakt mit der Wirtschaft. Erst die Kontakte zu Unternehmen machen ihn zu einem „atypisch“ vernetzten Professor.

Besonderen Spaß mache ihm das Unterrichten. Das sei schon zu den Zeiten so gewesen, als er vor 1.000 Studenten im Hörsaal 011 seine Einführungsveranstaltungen abgehalten habe und ist noch heute vor „nur“ 350 Zuhörern so. „Ich denke, dass man im Hörsaal bei Grundlagenveranstaltungen einen gewissen Unterhaltungswert bieten muss, um möglichst viele der Anwesenden zu erreichen“, sagt Schumann augenzwinkernd.

Vor diesem Hintergrund versteht man, warum Schumann sich als DJ an der vom ROTARACT Club Göttingen und dem LEO Club Gutingi Göttingen organisierten Veranstaltung Profs@Turntables beteiligt hat. Schumann: „Das war eine schöne Kombination aus Unterhaltung und gutem Zweck, denn die Erlöse wurden gespendet.“

Diese Offenheit nach allen Seiten, sein Netzwerk und seine kritisch konstruktiven Anregungen bringt Matthias Schumann in den faktor-Beirat ein. „Der faktor ist eine Plattform, die den Austausch in der Region zwischen den Akteuren der Wissenschaft und der Praxis ermöglicht. Und das hat mich schon immer interessiert.“